Castrop-Rauxel: Integrationsrat wirft dem THW Ausländerfeindlichkeit vor

Castrop-Rauxel | am 27.01.2013 - 11:15 Uhr | Aufrufe: 3463

Im vergangenen November sei in einer Sitzung des Integrationsrates behauptet worden, Organisationen wie das THW, das DRK oder die Feuerwehr seien ausländerfeindlich. Aus diesem Grund seien die Zahlen der Mitglieder mit Migrationshintergrund in diesen Organisationen so niedrig. Diese Rassismus-Vorwürfe wies die CDU-Politikerin Annegret Steinbock nun entschieden zurück.

Castrop-Rauxel: Integrationsrat wirft dem THW Ausländerfeindlichkeit vorSind die Hilfsorganisationen, wie das THW oder das DRK, in Castrop-Ruaxel ausländerfeindlich? Solche Rassismus-Vorwürfe wurden im November auf einer Sitzung des Integrationsrates ausgesprochen. Diese Behauptungen wies Annegret Steinbock (CDU) am Donnerstag, in einer weiteren Sitzung des Rates, entschieden zurück.

Mitglieder mit Migrationshintergrund beim THW 

Das THW habe sehr wohl Mitglieder mit Migrationshintergrund, gab die CDU-Politikerin zu verstehen. Beim THW in Castrop-Rauxel seien eine dunkelhäutige Kraftfahrerin und ein Helfer mit russisch-rumänischen Wurzeln in die Organisation integriert. Dies seien Beispiele, dass Helfer mit Migrationshintergrund beim THW willkommen seien und ohne weiteres mitmachen können, so die Sprecherin des THW Landesverbandes. So gehe man zunehmend auf Jugendliche mit Migrationshintergrund zu, um diese für das THW zu begeistern. Allerdings müsste man eben auch die Bewerber haben.

Keine Mitglieder mit türkischen Wurzeln beim THW

Was dem THW in Castrop-Rauxel fehle, seien Helfer mit türkischen Wurzeln. Bisher habe kein Bewerber mit türkischen Wurzeln, um die Aufnahme beim THW gebeten. Annegret Steinbock sieht das Problem auch beim Integrationskonzept der Stadt. So sei es die eigentliche Aufgabe des Integrationsbüros auch auf Vereine und Verbände in der Stadt zuzugehen. Mit dem THW soll sich die Integrationsbeauftragte Ayla Dalkilinc aber noch nicht in Verbindung gesetzt haben. 

Gespräch mit türkischen Mitbürgern werde gesucht

Der Bürgermeister sah die Schuldzuweisungen und die Rassismus-Vorwürfe gegenüber den Hilfsorganisationen als „unglücklich“ an. Außerdem benötige die Umsetzung des Integrationskonzeptes Zeit. Denn mit nur einer Planstelle sei eine schnelle Umsetzung schwierig. Zudem werde schon seit längerem das Gespräch mit türkischen Mitbürgern gesucht. Problem sei auch, dass es in der Türkei Ehrenamt nur bei Sport und in den Moscheen gebe, so der Bürgermeister, eine Freiwillige Feuerwehr gebe es nicht.

 

Erfahren Sie hier mehr zu den Rassimus-Vorwürfen gegen das THW.

Bild: THW/Stefanie Grewe

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