Gesunkene Fähre – Kraftakt für THW und Feuerwehr

Mariaposching | am 22.04.2016 - 11:47 Uhr | Aufrufe: 1132

25 Einsatzkräfte der bayerischen THW-Ortsverbände Bogen und Straubing bargen und sicherten am Mittwoch gemeinsam mit der örtlichen Feuerwehr eine gesunkene Fähre.

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Die Donaufähre ist aus noch ungeklärter Ursache in der Donau zwischen Mariaposching und Stephansposching gesunken. Mit der Hilfe von Greifzügen verstärkten die THW-Kräfte die Abspannung der beiden Tragmasten der Donaufähre. So konnten sie die Spannung auf dem Seil und der Ankerpunkte des Schiffs etwas mindern. Diese ist durch das Gewicht der Ladung und die starke Strömung des Flusses entstanden.

Zahlreiche Einsatzkräfte stützen Fähre

Mehrere hundert Einsatzkräfte der Feuerwehr, Polizei und Wasserwacht waren an der Einsatzstelle vor Ort. Der THW-Einsatz war bereits vorher beendet. Der Rückbau der Greifzüge wird nach der Bergung der Fähre beginnen.

Bergungsschiff im Einsatz

Auf Grund der starken Strömung musste vom Bergungsschiff „Kilian“ eine sogenannte Schwallschutzwand vor der Fähre installiert werden, um den Einsatz des Berufstauchers der Firma Domarin ermöglichen zu können. Der Taucher sicherte zuerst die Fähre, um ein Abtreiben der Fähre zu verhindern. Diese Maßnahme hatte erste Priorität, da damit die beiden Masten, an denen das Fährseil befestigt ist, entlastet wurden.

Separate Trennung notwendig

Anschließend sollte der Anhänger, der immer noch mit dem Traktor verbunden war, fest auf der Fähre gesichert werden. Es war eine separate Bergung von Traktor und Anhänger vorgesehen. Gegen 12:25 Uhr hob der Kran den Traktor aus dem Wasser und entgegen der ursprünglichen Planung, war der Anhänger nicht abgehängt, er wurde zusammen mit dem Traktor aus dem Wasser gehoben und auf dem Bergungsschiff abgelegt. Eine Trennung war auf Grund der Strömung unter Wasser nicht möglich.

Berufstaucher befestigt Bergungsseil

Zur Bergung der Fähre musste der Berufstaucher erneut in die Donau steigen und das Bergungsseil an der Fähre befestigen. Anschließend wurde die Fähre gegen 15:30 Uhr an der stromaufwärts liegenden Seite hoch gezogen. Dies erfolgte sehr langsam, damit das Wasser selbstständig aus der Fähre fließen konnte und die Fähre nicht unnötig beschädigt wurde. Mittels des zweiten Bergungsschiffes „Raphaela“, das nun parallel zum anderen Bergungsschiff aufschloss und auf der anderen Seite der Fähre ankerte, wurde das Heck der Fähre angehoben. Dadurch konnte die Fähre in eine waagrechte Position gebracht werden. Die erste Begutachtung ergab geringere Schäden als befürchtet. Die Schwimmfähigkeit der Fähre wurde festgestellt, das restliche Wasser in der Fähre wurde abgepumpt.

Unfallursache noch unbekannt

Es ist geplant, dass die Fähre, Traktor und Anhänger auf der Mariaposchinger Uferseite abgelegt werden, damit die weiteren Ermittlungen bezüglich der Unfallursache durchgeführt werden können. Die Sicherstellung wird bis zum Abschluss der Ermittlungen aufrechterhalten. Die Vernehmungen der Fahrgäste und des Fährmanns sind bereits abgeschlossen, eine Aussage zur Unfallursache kann erst nach Abschluss aller Ermittlungen getätigt werden. Hier geht's zur retter.tv Bildergalerie!

Quelle und Bilder: THW/Polizei Bayern

 

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