THW-Mitarbeiter heftig attackiert und bepöbelt

Niederau | am 27.09.2015 - 09:38 Uhr | Aufrufe: 2943

Unglaubliche Szenen spielten sich in der Nacht zu Samstag im sächsischen Niederau ab. Mitarbeiter des THW wurden von ausländerfeindlichen Personen attackiert und bepöbelt, außerdem wurden sie daran gehindert, das Gelände, auf dem sie sich befanden, wieder zu verlassen.

Wie der MDR auf seiner Webseite berichtet, waren die ehrenamtlichen Helfer des THW am Freitagabend dabei, einen ehemaligen Supermarkt als Flüchtlingslager herzurichten. Dabei schlug ihnen offenbar eine Welle des Hasses entgegen. Offensichtlich fremdenfeindliche Personen stellten sich den Helfern in den Weg, versuchten Bauzäune umzureißen und bewarfen die Fahrzeuge des THW mit Gegenständen. Außerdem blockierten sie die Abfahrtswege der Helfer, so dass diese das Gelände zunächst nicht mehr verlassen konnten, heißt es weiter. Verletzt wurde aber glücklicherweise niemand.

Situation in Niederau könnte eskalieren wie in Heidenau

Die Polizei hatte mit solch einer Reaktion wohl bereits gerechnet, weshalb bereits am Freitag rund um die Flüchtlingsunterkunft eine Kontrollzone eingerichtet wurde. Es stehen die Befürchtungen im Raum, dass die Ankunft der insgesamt 500 Flüchtlinge in Niederau ähnlich negativ ablaufen könnte wie zuvor in Heidenau. Mit der gezielten Attacke auf Helfer haben die Flüchtlingsgegner bereits eine deutliche Grenze überschritten.

Bild: retter.tv Symbolbild

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