„Reetdach gegen Reeperbahn! Wer spendet mehr: Sylt oder Hamburg?“

Die Seenotretter rufen zu einer ungewöhnlichen Spendenaktion auf. Sylt oder Hamburg? Reetdach oder Reeperbahn? Wer spendet mehr  für die Anschaffung eines neuen, lebenswichtigen Seenotkreuzers?

„Reetdach gegen Reeperbahn! Wer spendet mehr: Sylt oder Hamburg?“Im Herbst 2013 soll der Spendenendstand ausgewertet werden, dann entscheidet sich auch der Gewinner der Spendenaktion „Reetdach gegen Reeperbahn! Wer spendet mehr: Sylt oder Hamburg?“. Der Ausgang entscheidet darüber, zu welchem Ort ein Bezug hergestellt wird bei der Namensgebung des damit angeschafften Seenotkreuzers. Denn die eigentlichen Gewinner sind ja die Bewohner Hamburgs und der Insel Sylt und auch alle die dort Urlaub machen, bzw. auf dem Gewässer zwischen den beiden unterwegs sind. Denn für sie wird ja letztlich der neue Seenotkreuzer angeschafft.

1,8 Millionen werden benötigt – das wäre für jeden Einwohner Hamburgs ein Euro

Hinter dem Spendenaufruf steht die DGzRS, die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffsbrüchiger. Mindestens 1,8 Millionen Euro will sie sammeln, um die Finanzierung eines neuen Seenotkreuzers sicherzustellen, 1,8 Millionen Euro heißt für jeden Einwohner der Stadt Hamburg einen Euro zu spenden. Auf der Website der Aktion www.reetdach-gegen-reeperbahn.de kann der Spendenstand aktuell mitverfolgt werden und je nach Belieben Hamburg oder Sylt unterstützt werden. Angesichts der Gefahren im Einsatz benötigen die  Seenotretter moderne, zuverlässige und sichere Schiffe. „Der ungewöhnliche Wettbewerb hat also einen ernsthaften Hintergrund, aber er ist auch mit einem kleinen Augenzwinkern zu verstehen“, sagt der ehrenamtliche DGzRS-Vorsitzer Gerhard Harder.

Seenotkreuzer-Bau online mitverfolgen

Auch den Bau des neuen Seenotkreuzers kann man auf der Homepage mitverfolgen. Mit großformatigen Fotos stellt ein Werfttagebuch die Fortschritte dar und zeigt Interessierten wie ein solches Spezialschiff überhaupt entsteht. Das Spezialschiff kostet knapp 5 Millionen Euro, die nötig sind, um die Gefahren der Seenotrettung so gut, wie möglich zu umschiffen. Wie alle Schiffe der DGzRS wird er vollständig aus Aluminium gebaut und als Selbstaufrichter konstruiert. Mit seinem geringen Tiefgang ist er ideal geeignet für die Wattfahrwasser an der Sylter Ostküste und im deutsch -dänischen Grenzgebiet.

Gesamte Arbeit der DGzRS durch freiwillige Zuwendungen finanziert

Freiwilligkeit ist das Prinzip auf See wie an Land: Nach wie vor wird die gesamte Arbeit der DGzRS ausschließlich durch freiwillige Zuwendungen finanziert. 85 Cent jedes gespendeten Euros gehen direkt in den Rettungsdienst. Schirmherr der Seenotretter ist der Bundespräsident. Im Mittelpunkt stehen nämlich die Menschen, die so gerettet werden können, bereits 80.000 in Seenot geratene Personen, konnten von der DGzRS in Sicherheit gebracht werden. Der Zweikampf Sylt gegen Hamburg soll den Ehrgeiz jedes Einzelnen wecken, zu beweisen, wessen Heimatort mehr für die Menschenrettung auf hoher See tut.
Am einfachsten ist die Spende online auf der Website  www.reetdach-gegen-reeperbahn.de und dort über den „Spendenlotsen“ der Seenotretter unter Angabe von „Aktion Sylt“ oder „Aktion Hamburg“  –  je nachdem, für welche Seite die Spende verbucht werden soll. Die Alternative ist eine herkömmliche Überweisung  auf das Spendenkonto bei der Sparkasse Bremen, BLZ 290 501 01, Konto 107 2016. Besonders schnell ist die Hilfe per SMS mit dem Wort „Sylt“ oder „Hamburg“ an die Nummer 8 11 90 möglich. Dann werden fünf Euro über die reguläre Handyrechnung abgerechnet.

Weitere Informationen zum Spendenkampf zwischen Hamburg und Sylt finden Sie hier.
Bildquelle: Copyright „Foto:DGzRS“

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am 12.01.2011 12:30
von Rebecca Lange     
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