80 Menschen auf Nord- und Ostsee in Schwierigkeiten – Seenotretter im Wochenend-Einsatz

Großenbrode | am 25.09.2012 - 09:18 Uhr | Aufrufe: 898

Rund 80 Menschen auf Nord- und Ostsee waren am vergangenen Wochenende (22./23. September 2012) auf die schnelle Hilfe der Seenotretter angewiesen. Bei starken Nordwestwinden bis sieben Beaufort (60 km/h Geschwindigkeit) fuhren die Besatzungen der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) zahlreiche Einsätze.

2 Bilder
Navigationsprobleme, Motor- und Ruderschäden waren die häufigsten Ursachen für den Ruf nach den Seenotrettern, die in vielen Fällen manövrierunfähige Havaristen auf den Haken nahmen und in den nächsten Hafen schleppten.

Einsatzreicher Samstag für die Seenotretter

Besonders einsatzreich war der Samstag, 22. September 2012, für den Seenotkreuzer BREMEN /Station Großenbrode . Seine Besatzung war rund neun Stunden lang ununterbrochen unterwegs und brachte bei drei Einsätzen insgesamt 48 Menschen in Sicherheit.

Mast einer Segelyacht bricht

Zunächst brach gegen 11.45 Uhr bei einer Regatta vor der Küste Großenbrodes in nordwestlichen Winden um sieben Beaufort und heftigen Regenschauern der Mast einer Segelyacht. Mit dem Tochterboot VEGESACK kamen die Seenotretter den vier Seglern an Bord zu Hilfe. Bei einem bis anderthalb Metern Wellenhöhe brachten sie Schiff und Besatzung sicher nach Großenbrode.

Manövrierunfähig trieb das Schiff mit 41 Menschen an Bord

Unterdessen hatte der Angelkutter „Antares“ westlich des Flügger Leuchtturms Motorschaden gemeldet. Manövrierunfähig trieb das Schiff mit 41 Menschen an Bord vor der Südküste Fehmarns in Richtung Fehmarnsund. Die BREMEN legte sofort wieder ab und nahm Kurs auf den Havaristen. Ihr Tochterboot VEGESACK und das zur Unterstützung angeforderte Seenotrettungsboot HEILIGENHAFEN mit seiner Freiwilligen-Besatzung der gleichnamigen Station brachten den Kutter sicher in den kleinen Hafen von Orth auf Fehmarn.

Dritter Notruf an einem Tag

Auf der Rückreise nach Großenbrode erreichte die Besatzung der BREMEN schließlich der dritte Notruf an diesem Tag: Auf einer weiteren Segelyacht mit drei Menschen an Bord war der Keilriemen gerissen. Die Besatzung hatte vor Burgtiefe den Anker ausgebracht. Er hielt. Die Seenotretter nahmen das Boot auf den Haken und legten es in Burgtiefe sicher an einen Steg. Gegen 20.15 Uhr machte die BREMEN wieder an ihrem Liegeplatz in Großenbrode fest.

Quelle: DGzRS

Weitere Beiträge:
Drei Angler verdanken ihre schnelle Rettung aus Seenot der Besatzung des Seenotkreuzers BERLIN/Station Laboe der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS). Die beiden ... mehr
Die Seenotretter suchen seit heute Morgen, 8. August, 7 Uhr, in der Nordsee nach einem vermisstem Besatzungsmitglied des Forschungsschiffes MS „Heincke". mehr
Heute Mittag um 13.00 Uhr wird auf NDR die Sendung „die nordreportage - Die Seenotretter von Laboe: Einsatz in der Kieler Bucht“ als Wiederholung ausgestrahlt. Die Sendung begleitet die ... mehr
Bilder und Videos zu diesem Beitrag
Das könnte Sie auch interessieren
DGzRS Eugen
Dank der Unterstützung der SEENOTLEITUNG BREMEN der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) konnten drei Deutsche und ein Schweizer am Sonntag, den 15.5.2011, von ihrer ... mehr
am 17.05.2011 10:28
von Christian HoferMann     
In Nordsee und Ostsee halfen am recht windigen Pfingstwochenende die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger über 180 Menschen. In Freizeit- und Berufsschiffart hatten einige ... mehr
am 23.05.2010 23:15
von Christian HoferMann     
Um diese Funktion zu nutzen,
müssen Sie ein registriertes Mitglied von retter.tv sein.

Sie wollen aktiv an retter.tv teilnehmen, dann melden
Sie sich jetzt kostenlos an.

weiter zur Anmeldung