Alkoholvergiftung mit Dosenbier behandelt

Was zunächst unglaublich klingt, macht bei näherer Betrachtung durchaus Sinn. Ärzte in Vietnam haben einen Mann kuriert, der mit einer lebensbedrohlichen Alkoholvergiftung ins Krankenhaus eingeliefert wurde, nachdem er offenbar gepanschten Schnaps getrunken hatte. 

Wie das Magazin Spiegel Online berichtet, ereignete sich der Fall bereits Ende Dezember. Ein 48-jähriger Mann war nach einer Party, auf der er scheinbar selbst gebrannten Schnaps getrunken hatte, in einem lebensbedrohlichen Zustand ins Krankenhaus gekommen. Er hatte offenbar eine schwere Alkoholvergiftung durch gepanschten, also mit Methanol versetzten Schnaps. Dies kann zur Erblindung und im schlimmsten Fall zum Tod führen, heißt es weiter. Der Grund dafür liegt darin, dass die Leber Methanol zu Formaldehyd und Ameisensäure umwandelt, wodurch Nervenzellen geschädigt werden.

Leber wird beschäftigt: Mann mit Dosenbier gerettet

Um diesen Prozess nun zu stoppen, so Spiegel Online, wurde dem Mann 15 Stunden lang jede Stunde eine Dose Bier verabreicht. Dies, so heißt es weiter, führt dazu, dass die Leber damit beschäftigt ist den nicht verunreinigten Alkohol aus dem Bier abzubauen, so dass das Methonal nicht zersetzt, sondern über Atem und Urin ausgeschieden wird. Die ungewöhnliche Therapie war erfolgreich: nach 15 Dosen Bier ging es dem Mann laut dem Bericht wieder gut.

Bild: retter.tv Symbolbild

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