Amok-Nacht in München: Mann bekommt nach Notruf keine Hilfe

München | am 29.07.2016 - 08:44 Uhr | Aufrufe: 1791

In der Amok-Nacht in München war die ganze Stadt im Ausnahmezustand, tausende Notrufen gingen bei den Rettungskräften ein – und nicht alle wurden beantwortet.

Wie der Focus berichtet, war am besagten Freitagabend ein junger Mann zu Fuß in der Stadt unterwegs, als er einen bewusstlosen Mann auf der Straße entdeckte. Er hatte sichtbare Verletzungen und atmete schwer. Also setzte der junge Mann einen Notruf ab. Doch was er bei der Leitstelle zu hören bekam, machte ihn fassungslos: Wenn er den bewusstlosen Mann nicht selbst ins Krankenhaus fährt, wird ihm nicht geholfen. Grund: Es stünden gerade keine Einsatzfahrzeuge zur Verfügung.

Rettungswagen kommt nicht ohne polizeiliche Absicherung

Laut Focus entschied sich der junge Mann, den Bewusstlosen nicht selbst ins Krankenhaus zu bringen. Er hatte Angst, den Verletzten nicht richtig zu bewegen und es damit noch schlimmer für ihn zu machen. Kurz darauf kam ein weiterer Mann an der Stelle vorbei und deutete die Situation genauso wie der junge Mann: Der Bewusstlose braucht Hilfe! Also wählte auch er den Notruf. Doch er schien vom Fach zu sein und erklärte am Telefon mit Fachbegriffen, wie es um den Bewusstlosen steht. Nach 15 Minuten war schließlich ein Rettungswagen vor Ort.

Nach Angaben des Focus wollte die Leitstelle zunächst keinen Rettungswagen schicken, da die Sicherheitslage zu unübersichtlich war und man nicht ohne polizeiliche Abklärung zu einem Einsatzort fahren wollte. Als kurze Zeit später dann doch ein Einsatzfahrzeug eintraf, wäre die Sicherheitslage wieder entspannter gewesen.

Bild: retter.tv Symbolbild

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