Berchtesgadener Alpen: Rettungskräfte und der verletzte Höhlenforscher bahnen sich Weg an Oberfläche

Berchtesgaden | am 18.06.2014 - 10:37 Uhr | Aufrufe: 705

Langsam und behutsam bahnen sich die Rettungskräfte mit dem verletzten Höhlenforscher ihren Weg ins Freie. Doch wenige schwierige Stellen stehen noch aus bei der Rettung aus Deutschlands tiefster Höhle.

Höhlenrettung BergwachtWie „stern.de“ berichtet, wollen die Rettungskräfte am Donnerstag oder Freitag aus der Höhle an die Oberfläche gelangen. Bislang liegen sie noch im Zeitplan und sind sogar wenige Stunden davor. Doch den Kräften stehen noch ein paar schwierige Stellen in der Höhle bevor.

Höhlenforscher muss dringend in ärztliche Behandlung

Der Höhlenforscher muss dringend ärztlich behandelt werden. Der 52-Jährige war mit seinen zwei Begleitern in der mit 1.148 Metern tiefsten Höhle Deutschlands unterwegs. Plötzlich kam es zu einem Steinschlag, bei dem der 52-Jährige an Kopf und Oberkörper so schwer verletzt wurde, dass er die Höhle nicht mehr alleine verlassen konnte. Ein Begleiter kletterte 12 Stunden nach oben und holte Hilfe (retter.tv berichtete).

Erschütterung für Gehirn ist großes Risiko

Die Hilfe eilte herbei und muss den Mann sehr behutsam an die Oberfläche der Höhle transportieren. Der 52-Jährige erlitt ein Schädel-Hirn-Trauma und hätte bereits vor zehn Tagen intensivmedizinisch behandelt werden müssen. Jede Erschütterung des Gehirns ist ein großes Risiko für den Verletzten. Er schlägt sich jedoch tapfer und ist sogar stabil genug, um kleinere Strecken in vertikaler Ausrichtung transportiert werden zu können.

Rettungskräfte räumen den Weg frei

Während ungefähr 15 Rettungskräfte bei dem Verletzten sind und ihn vorsichtig nach oben transportieren, bahnen weitere Hilfskräfte den Weg und bauen ihn weiter aus. Holprige Stellen stehen der Truppe noch bevor. Beispielsweise ein senkrechter Schacht von ungefähr 180 Metern Höhe. Bei einem Wasserfall sollen dann schließlich Planen gespannt werden, damit der verletzte Höhlenforscher nicht nass wird. Eine Unterkühlung könnte ansonsten aufgrund der ungefähr vier Grad in der Höhle drohen.

Die Einsatzkräfte sind aus verschiedenen Nationen, funktionieren jedoch als Team und halten tatkräftig bei der Rettung des Höhlenforschers zusammen.

Lesen Sie hier mehr zu der Rettungsaktion.

Hier gibt es ein Video zum Einsatz zu sehen:

Hier sehen Sie ein weiteres Video mit Informationen der Bergwacht:

Videoquelle: stern.de

Bild: retter.tv Symbolbild

 

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