Digitaler Tetrafunk – ein Milliardengrab mit Gesundheitsrisiken?

Deutschland | am 27.01.2014 - 14:01 Uhr | Aufrufe: 35173

Immer wieder hört man davon: Feuerwehren, Polizei und Rettungsdienst wollen endlich auf den Digitalfunk umsteigen. Geplant war dieses Vorhaben flächendeckend bereits für das Jahr 2006. Daraus geworden ist allerdings bis heute nichts oder nur sehr wenig. Zum Glück, meinen die einen, schade finden es die anderen. 

Der neue, deutschlandweite, flächendeckende Digitalfunk war von seinen politischen Vätern hochgelobt worden. Schnell und abhörsicher sollte er sein, optimale Kommunikation zwischen den verschiedenen Rettern gewährleisten und dabei die größtmögliche Sicherheit für den Bürger mitbringen. All das war geplant, all das hatte man sich erhofft. Doch was ist davon heute noch übrig?

Digitaler Tetrafunk – Fluch oder Segen?

Der flächendeckende Ausbau hat bis heute noch nicht vollständig geklappt, ebenso wenig die Umrüstung aller Feuerwehren, Polizeistationen und Rettungsdienst auf den digitalen Empfang. Wo bereits mit Digitalfunk gearbeitet wird, etwa in Schlewswig-Holstein, treten immer wieder Funklöcher auf, Gespräche reißen ab. Also nicht wirklich das, was man sich schon vor Jahren erhoffte. Noch dazu hat die Einführung des Digitalfunks bis heute über 10 Mrd. Euro gekostet – unfassbar viel Geld. Da sollte der Anspruch berechtigt sein, dass sich die Investitionen endlich lohnen müssten.

Gesundheitsrisiken durch Tetrafunk

Neben den Milliarden, die in den Sand gesetzt wurden, führen viele Kritiker noch einen anderen, wichtigen Gesichtspunkt an. Tetrafunk soll in hohem Maße gesundheitsschädlich sein. An den Haaren herbeigezogen oder traurige Realität? Ulrich Weiner ist Funkexperte, seit Kindesbeinen an begeisterter Funker und trotzdem nicht vom Digitalfunk begeistert. Denn er hat am eigenen Leib erfahren müssen, welche negativen, gesundheitlichen Folgen der Funk für seinen Körper hatte: Konzentrationsstörungen, abnehmende Leistungsfähigkeit, Unwohlsein auf der einen Seite, aber sogar Seh- und Sprachstörungen und den Zusammenbruch seines Herz-Kreislauf- und Nervensystems führt Weiner auf den Digitalfunk zurück. Ist der Digitalfunk also wirklich nur ein gesundheitsgefährdendes Milliardengrab, angetrieben durch Lobbyisten? Oder wird von Kritikern nur wieder einmal der Teufel an die Wand gemalt?

Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie in diesen Videos von Ulrich Weiner.

Video: Youtube/Ulrich Weiner/Channel: FunkWissen


Weitere Feuerwehren verlassen den Digitalfunk und kehren zum bewährten Analogfunk zurück (ein etwas älteres Video).

 

Videoquelle: YouTube / FunkWissen
Bild: retter.tv Symbolbild

 

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