Digitalfunk in Bayern macht Fortschritte und der Innenstaatssekretär rechtfertigt die Kostensteigerung

Die Einführung des Digitalfunks in Bayern entwickelt sich positiv und die Kostenentwicklung bei normalen Basisstationen ist im Bundesdurchschnitt, das betont der bayerische Innenstaatssekretär Gerhard Eck.

Digitalfunk SymbolbildEck ist sich sicher, dass Bayern anderen Bundesländern in Sachen Digitalfunk in nichts nach stehe. Das Projekt entwickle sich gut, so der Innenstaatssekretär. Der Einsatz des Digitalfunks, beispielsweise bei dem Champions League-Spiel des FC Bayern München gegen den FC Chelsea habe gezeigt, dass der „Digitalfunk ein großer Qualitätsfortschritt ist und im Echtbetrieb erfolgreich eingesetzt werden kann."

Digitalfunk auch in den Alpen

Zudem stellte Eck heraus, dass man in Bayern besonderen Wert auf die Sicherheit auch in unzugänglichen Regionen lege. Gerade in den Bergen sei es besonders wichtig eine digitale Funkversorgung aufzubauen. Dazu der Innenstaatssekretär: "Wir wollen unbedingt hohe Sicherheitsstandards auch für unsere Wanderer, Bergsteiger und Skifahrer sowie die Rettungskräfte in den Alpenregionen Bayerns." Im Rahmen der Kritik an den steigenden Kosten müsse man berücksichtigen, dass Bayern das Digitalfunknetz für die Alarmierung der Feuerwehren und Rettungskräfte nutzen wolle und dadurch Investitionen in ein separates Alarmierungsnetz entbehrlich würden, so Eck. Außerdem müssen man sehen, dass mit knapp 1000 Standorten rund ein viertel aller Deutschen Standorte in Bayern sei und daher würde die Kostensteigerung naturgemäß höher ausfallen, als beispielsweise bei kleineren Bundesländern.

Kritik an der Finanzierung des Digitalfunks in Bayern

Zu der Kritik des Obersten Rechnungshofes an der Finanzpolitik beim Digitalfunk machte der Staatssekretär klar: "Wir haben uns nichts vorzuwerfen(…)Bis zum Jahr 2007 verhandelte der Bund über den Aufbau des Digitalfunks. Erst im Frühjahr 2007(…) wurde mit dem Verwaltungsabkommen zwischen Bund und Ländern geregelt, dass die Verantwortung für den Aufbau des Digitalfunks teilweise an die Bundesländer und damit auch an Bayern überging. Erst ab diesem Zeitpunkt konnte Bayern mit seiner Arbeit beginnen."

Digitalfunk für Rettungsdienst und Feuerwehr in Bayern

Der neue Digitalfunk soll mit allen Hilfsorganisationen abgestimmt werden, da in Zukunft auch die Alarmierung der Einsatzkräfte via Digitalfunk erfolgen werde. Dadurch würden die Investitionen für ein separates Alarmsystem, wie zum Teil in anderen Bundesländern üblich, gespart. Deshalb sei es besonders wichtig, dass das Netz für den Digitalfunk in Bayern flächendeckend und qualitativ hochwertig aufgebaut werde, so Eck.

Quelle: Bayerisches Staatsministerium des Inneren
Bild: retter.tv Archivbild

 

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