Diskussion um Digitalfunk: Rettungskräfte auf gute Kommunikation angewiesen

Bad Aibling | am 13.03.2012 - 09:07 Uhr | Aufrufe: 1712

Ein Thema beschäftigt Rettungsorganisationen in ganz Deutschland intensiv: Die Umsetzung des Digitalfunks. Bei einer Infoveranstaltung mit dem Thema "Digitaler Einsatzfunk für Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben" in Bad Aibling wurde tiefgehend diskutiert.

Digitalfunk SymbolbildDas analoge Kommunikationsnetz, mit welchen Behörden und Organe wie Polizei, Feuerwehr, Rettungsdienste untereinander kommunizieren, gilt als veraltet und störanfällig. Es soll deshalb bundesweit mit der Einführung des Digitalfunks ersetzt werden.

Laut Polizeidirektor Gerhard Schusser bieten die Digitalfunk-Anlagen enorme Vorteile. Allerdings müsste dazu das Netz entsprechend ausgebaut werden. Allein in Oberbayern Süd, würden 150 Zielstandorte benötigt, da die Stationen maximal 50 Kilometer auseinander liegen dürften.

Auch das Thema Gesundheit, dass kontrovers diskutiert wird, wurde von Schusser angesprochen. Die Basisstationen würden den im Bundesimmissionsschutzgesetz festgelegten Grenzwert zu weniger als drei Prozent ausnutzen. Würden die Grenzen eingehalten, seien keine gesundheitlichen Schäden wissenschaftlich belegt – weder durch die Endgeräte noch durch die Basisstationen.

Auch Harald Moser vom BRK Rettungsdienst Rosenheim bezeichnete den aktuellen Analogfunk als untragbar. Er sei nicht nur störanfällig sondern erschwere auch die Kommunikation untereinander, da die Retter außerhalb des Fahrzeuges nicht miteinander kommunizieren könnten.

Die Rettungsdienste seien auf eine gute Kommunikation angewiesen, weshalb eine Einführung des Digitalfunks zu begrüßen sei.

Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie hier.

Bild: retter.tv Archivbild

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