Doppelter Einsatz: Seenotretter helfen Fischern in Nord- und Ostsee

Sowohl vor der Nord- als auch vor der Ostseeküste Schleswig-Holsteins sind die Seenotretter der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) am Dienstag, 27. Dezember 2011, jeweils einem manövrierunfähigen Fischkutter zu Hilfe gekommen. Seenotkreuzer der DGzRS nahmen die beiden Schiffe mit jeweils zwei Menschen an Bord auf den Haken und brachten sie sicher in die nächsten Häfen.

Doppelter Einsatz: Seenotretter helfen Fischern in Nord- und Ostsee Der Seenotkreuzer THEODOR STORM/Station Büsum lief am Nachmittag nach einem Notruf des Krabbenkutters „Marschenland“ aus. Das in Friedrichskoog beheimatete Schiff trieb mit Maschinenausfall bei südwestlichen Winden um fünf Beaufort (bis knapp 40 km/h Windgeschwindigkeit) im Süderpiep-Fahrwasser vor der Dithmarscher Küste. Da sich die Hydraulik nicht mehr bedienen ließ, mussten Seenotretter und Fischer vereinte Muskelkraft aufwenden, um das noch ausgebrachte Fanggeschirr des Kutters einzuholen und zu sichern. Die THEODOR STORM nahm die „Marschenland“ auf den Haken und brachte Schiff und Besatzung unversehrt nach Büsum.

Bereits in den frühen Morgenstunden war der Seenotkreuzer NIS RANDERS/Station Maasholm am Ausgang der Eckernförder Bucht in der Ostsee im Einsatz. Der Kapitän des knapp zehn Meter langen Kutters „Gotland II“ (Heimathafen Eckernförde) hatte die Seenotretter um Hilfe gebeten, nachdem sich sein Schiff bei südwestlichen Winden um sechs Beaufort (bis etwa 50 km/h Windgeschwindigkeit) rund 700 Meter vor der Küste von Bookniseck das Netz in den eigenen Propeller gezogen hatte. Das Tochterboot ONKEL WILLI der NIS RANDERS nahm den Kutter auf den Haken und schleppte ihn sicher nach Damp.

Quelle: DGzRS

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