Druckwelle des Rettungshubschraubers soll Schuld an Sturz sein – Frau aus Wittlich geht vor Gericht

Wittlich | am 10.06.2013 - 11:06 Uhr | Aufrufe: 6561

Vor einem halben Jahr ist eine Frau aus Wittlich gestürzt, hat sich dabei Hand und Oberarm gebrochen. Sie macht die Druckwelle eines landenden ADAC-Rettungshubschraubers verantwortlich, die Versicherung des ADAC sieht das anders.

Luftrettung: Kein weiterer Rettungshubschrauber in Baden-WürttembergDas Wittlicher Verbundkrankenhaus hat, so wie viele Kliniken einen eigenen Landeplatz für den Rettungshubschrauber. In Ausnahmefällen, in denen besonders schwer verletzte Patienten transportiert werden, landet er in Wittlich aber direkt vor dem Haupteingang des Krankenhauses, wo eine Ausnahmelandefläche vorgehalten wird.

Frau wollte Patienten besuchen, als der Rettungshubschrauber landete

Diese Ausnahmelandefläche wird von der Klinik in einem solchen Fall per Lautsprecheransagen geräumt. Als vor einem halben Jahr wieder ein solcher Patient eingeliefert werden sollte, wollte die Wittlicher Frau einen Bekannten im Krankenhaus besuchen. Sie stürzte und ist sich sicher, dass die Druckwelle des landenden Rettungshubschraubers ursächlich war (retter.tv berichtete). Dabei zog sie sich eine Mittelhand- und eine Oberarmfraktur zu, musste zweimal operiert werden. Die Versicherung des ADAC verneint hingegen jede Verantwortung und verweist darauf, dass ähnliche Vorfälle nicht bekannt wären und der sogenannte Downcrash des Hubschraubers nicht stark genug sei, um eine Person umzuwerfen.

Anwalt eingeschaltet – juristische Schritte werden geprüft

Die Frau hat jetzt einen Anwalt eingeschaltet, der bereits in Luxemburg einen ähnlichen Fall gewonnen hat. Dort zog sich eine Frau eine Luxation durch den Sturz zu. Er ist sich seiner Sache sicher und rät der Frau den Vorfall von Gericht prüfen zu lassen.

Weitere Informationen zum Sturz und den Folgen in Wittlich finden Sie hier.

Bild: retter.tv Symbolbild, Bildautor und Copyright: Jörn Fries

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