Düsseldorf: Künftig Privatisierung des Rettungsdiensts?

Düsseldorf | am 26.08.2014 - 09:45 Uhr | Aufrufe: 1011

Die Zuständigkeit für die Notarztwagen der Stadt ist zurzeit ungewiss. Auch private Anbieter können sich aktuell bei der Stadt Düsseldorf auf die Ausschreibung bewerben.

Wie die rp-online berichtete, ist es zurzeit ungewiss, ob der Rettungsdienstbedarf künftig durch die Feuerwehr abgedeckt wird. Drei Rettungswagen und ein Krankentransportwagen im 24-Stunden-Dienst sowie vier Notarzteinsatzfahrzeuge, darunter zwei im 24-Stunden-Dienst, sind aktuell von der Stadt ausgeschrieben.

Entscheidung nicht aufgrund finanzieller Gründe

Es können sich sowohl Hilfsorganisationen und Feuerwehr als auch private Anbieter bewerben. Um einen 24-Stunden-Dienst bei der Feuerwehr zu gewährleisten, müsste die Stadt 16 neue Berufsfeuerwehrleute einstellen. Doch finanzielle Gründe liegen nach Angaben der rp-online offenbar nicht hinter der Entscheidung der Stadt. Schließlich würden die Kosten über eine Erhöhung der Gebühren finanziert. So soll ein Notarzteinsatz künftig 500 Euro statt zuvor 385 Euro kosten.

Einbruch der Qualität befürchtet

Laut rp-online befürchtet die Komba-Gewerkschaft Fachgruppe Feuerwehr NRW durch die Trennung von Rettungsdienst und Feuerwehr einen Einbruch der Qualität. Jedes Feuerwehrmitglied erhalte schließlich auch eine Ausbildung als Rettungsassistent. Zusätzlich könnte die Trennung bedeuten, dass Feuerwehr und Rettungswagen nicht gleichzeitig am Einsatzort eintreffen.

Zu Lasten der Bürger

Dies gehe zu Lasten der Bürger und Bürgerinnen. Die Gewerkschaft äußerte ebenfalls die Befürchtung, der Rettungsdienst könne langfristig vollständig privatisiert werden.

Bild: retter.tv Symbolbild

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