Duisburger Hilfsorganisation I.S.A.R. Germany besteht Einsatztest der UN

Duisburg/Weeze | am 07.09.2012 - 12:20 Uhr | Aufrufe: 1154

Die Duisburger Hilfsorganisation I.S.A.R. Germany hat erneut den Einsatztest der Vereinen Nationen bestanden. Die Organisation wurde von der INSARG (Internati-onal Search and Rescue Advisory Group) wieder als so genanntes „Medium Team“ für internatio-nale Einsätze zertifiziert.

Die INSARAG hat in den vergangenen Jahren Qualitätsstandards für Ein-heiten im Bereich der Suche und Rettung von verschütteten Menschen erarbeitet. In der INSARAG sind Organisationen des Katastrophenschutzes aus über 80 Ländern aktiv.

I.S.A.R. Germany ist seit 2004 Mitglied der INSARAG. Im Jahr 2007 hat die Hilfsorganisation erst-mals den kurz zuvor eingeführten Einsatztest als „Medium Team“ bestanden, als erste Nichtregie-rungsorganisation weltweit. Die Organisation war seitdem u.a. in Peru, Indonesien und Haiti im Einsatz. Mit der jetzt abgeschlossenen IER (INSARAG External Reclassification) musste die Hilfsor-ganisation I.S.A.R. turnusmäßig erneut beweisen, dass sie die Anforderungen der INSARAG weiter-hin erfüllt. 

Der Leiter des Prüfer-Teams, Anders Oberg, erklärte, I.S.A.R. Germany sei im weltweiten Vergleich ein exzellentes Team. Dabei sei besonders hervorzuheben, dass die gesamte Arbeit ehrenamtlich geleistet werde. I.S.A.R. Präsidentin Dr. Daniela Lesmeister zeigte sich über den erfolgreichen Ein-satztest erfreut: „Das gesamte Team hat hart dafür gearbeitet. In unzähligen Stunden ehrenamtli-cher Arbeit wurde geübt, die Ausrüstung Schritt für Schritt verbessert. In den Auslandseinsätzen der letzten Jahre konnten zudem viele Erfahrungen gesammelt werden. Oberstes Ziel ist für uns, Menschen in Not so schnell und so gut wie möglich helfen zu können.“ 

Seit Montag musste sich I.S.A.R. Germany vor INSARAG-Prüfern aus Großbritannien, Schweden, Österreich, Litauen, der Schweiz und der Türkei bewähren. Simuliert wurde ein Erdbeben der Stär-ke 7,8. Auf dem Gelände der „Training Base Weeze“ mussten an verschiedenen Schadensstellen mehrere verschüttete Menschen gerettet und medizinisch versorgt werden. Dabei wurden Ret-tungshunde, Horchgerät und Suchkamera eingesetzt, um die Menschen unter den Trümmern zu orten. Mit Betonkettensäge, Aufbruchhämmern und anderer schwerer Technik mussten sich die Teams anschließend durch die Trümmer arbeiten, um an die Verletzten heranzukommen. Danach übernahmen die Notärzte und Sanitäter des Teams die medizinische Versorgung. 

Insgesamt waren 50 Einsatzkräfte aus sieben Bundesländern (Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg, Hessen, Thüringen, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein) an dem Test beteiligt. Für die Organisation waren zusätzlich 30 Helfer im Einsatz. Einige von Ihnen mussten zum Beispiel unter den Trümmern ausharren, um sich vom I.S.A.R. Team orten und retten zu lassen. 

Quelle: I.S.A.R. Germany

 

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