Einschneidende Veränderungen beim Uckermärkischen Rettungsdienst

Uckermark | am 06.03.2013 - 11:31 Uhr | Aufrufe: 889

Vorschlag zu Sparmaßnahmen sorgt für Unverständnis. Uckermärkische Rettungsdienstgesellschaft versteht Gehaltskürzungen nicht.

Im Herbst 2011 übernahm der Landkreis mit der Gründung der URG den Rettungsdienst in kommunale Hand. Als erstes vom DRK-Kreisverband UckermarkWest/Oberbarnim und seit dem 1. Januar 2012 auch vom DRK-Kreisverband Ost.

Neue Tarifvereinbarungen müssen her

Die Mitarbeiter wurden schließlich nach den Rechten und Pflichten, die bei Betriebsübergang gesetzlich geregelt sind übernommen und arbeiteten für ein Jahr zu den bisherigen Bedingungen. Doch obwohl das Jahr längst vorbei ist, gibt es bislang keine neuen Vereinbarungen. Die Tarifverhandlungen vom Arbeitgeber Landkreis wurden scheinbar abgebrochen.

Überleitungsbedingungen müssen geregelt werden

Die URG wurde Mitglied des Kommunalen Arbeitgeberverbandes, womit der Flächentarifvertrag öffentlicher Dienst in Kraft tritt. Doch sei es wichtiger die Überleitungsbedingungen zu regeln. Sonst könnten langjährige Mitarbeiter plötzlich weniger verdienen.

48-Stunden-Woche soll auf bis zu 32 Stunden gekürzt werden

Derzeit arbeiten die Rettungsassistenten und Rettungssanitäter 48 Wochenstunden bei voller Bezahlung. Der Kommunale Arbeitgeberverband will das auf 32 bis 36 Stunden reduzieren. Zur Absicherung des Rettungsdienstes im Flächenkreis sind die 48 Wochenstunden jedoch notwendig. Die Differenz soll mit Bereitschaftsstunden abgedeckt werden. Diese sollen jedoch nur zu 50 Prozent entgolten werden. Nach dem EU-Recht sind solche Bereitschaften aber als Arbeitszeit anzuerkennen, zeigten Urteile in der Vergangenheit.

Unverständliche Sparmaßnahmen

Auch in Bereitschaftsstunden wird volle Arbeit geleistet. Allein das Qualitätszertifikat verlange einen ganzen Arbeitstag. Während die Einsatzkräfte auf der Straße zur Rettung unterwegs sind, bleiben interne Pflichten liegen und müssten im Nachhinein aufgeholt werden. Die Sparmaßnahmen des KAV sind unverständlich.

Auch in anderen Kreisen wurde offensichtlich eine ähnliche Vorgehensweise durch den Arbeitgeberverband angestrebt. Oberspreewald-Lausitz und Oberhavel seien davon wieder weg. Auch der Landrat von Märkisch-Oderland sei jedoch von der Billigvariante abgerückt.

Lesen Sie hier mehr zu den vieldiskutierten Sparmaßnahmen.

Bild: retter.tv Symbolbild

 

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