Erste Ermittlungsergebnisse veröffentlicht: Bei tödlichem Unfall mit Rettungswagen war das Martinshorn nicht eingeschalten

Wermelskirchen | am 14.11.2012 - 10:34 Uhr | Aufrufe: 5323

Vor rund einem Monat ereignete sich in Wermelskirchen ein tragischer Unfall mit einem Rettungswagen, bei dem eine Frau starb (retter.tv berichtete). Nun gab die Polizei und Staatsanwaltschaft Köln erste Ermittlungsergebnisse bekannt: Der Rettungswagen hatte beim Einfahren in die Kreuzung das Martinshorn wohl nicht eingeschalten.

Mitte Oktober ereignete sich in Wermelskirchen ein tragischer Unfall. Auf einer Kreuzung wurde eine 87 Jahre alte Frau von einem Rettungswagen angefahren. Die Frau wurde dabei tödlich verletzt (retter.tv berichtete).

Erste Ermittlungsergebnisse: Martinshorn war aus

Nun gab die Polizei und die Staatsanwaltschaft Köln erste Ermittlungsergebnisse bekannt. Nach Angaben der Polizei transportierte der Rettungswagen an diesem Tag einen Patient, der intensivmedizinisch betreut werden musste. Deshalb war höchste Eile geboten. Aus diesem Grund war es dem Fahrer erlaubt, Sonder- und Wegerechte in Anspruch zu nehmen. Er durfte also mit eingeschaltetem Blaulicht und Martinshorn fahren.

Die Ampel auf der Kreuzung B 51/Berliner Straße zeigte Rotlicht für den Rettungswagen. Als der Wagen dennoch in die Kreuzung einfuhr, hatte er – den Ermittlungen zufolge – das Blaulicht eingeschalten. Das Martinshorn war jedoch aus. Dies erfuhr die Polizei einerseits durch die Befragung mehrerer Zeugen. Andererseits ging dies auch aus der Black Box, die im Rettungswagen verschiedene Daten aufgezeichnet hatte, hervor.

Frau sah Rettungswagen nicht kommen

Da es an diesem Tag stark regnete, war die 87-Jährige mit einem Regenschirm unterwegs. Als sie die Fußgängerampel betrat – für sie zeigte die Ampel Grünlicht – schützte sie sich mit dem Schirm vor dem Regen und dem Wind. Aus diesem Grund war es der alten Frau nicht möglich, den heranrasenden Rettungswagen zu sehen. Und auch der Rettungswagen-Fahrer bemerkte die Frau sehr spät. Er versuchte noch zu bremsen, doch es war schon zu spät.

Diese ersten Ermittlungsergebnisse wurden von der Polizei veröffentlicht. Das Ermittlungsverfahren wird jedoch noch weiter fortgeführt.

Weitere Informationen zu den ersten Ermittlungsergebnissen zu dem Unfall in Wermelskirchen finden Sie hier.
Bild: retter.tv Archivbild

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