Essen - Blaulichtreporter vor Gericht

Ein Reporter hatte nach einem schweren Verkehrsunfall die Rettung des schwer verletzten Fahrers gefilmt und im Internet veröffentlicht. Das Unfallopfer fordert nun 10.000 Euro Schmerzensgeld.

Wie die WAZ berichtet, kommt es in Essen zu einem Zivilverfahren, das einen Präzedenzfall darstellen könnte. Ein Blaulichtreporter wird auf 10.000 Euro Schadenersatz verklagt, weil er die Rettungsmaßnahmen bei einem schweren Verkehrsunfall gefilmt und veröffentlicht hat. Die Verteidigung ist sich sicher, dass das Filmmaterial eindeutige Rückschlüsse auf das Unfallopfer zulässt, weswegen die Verbreitung gestoppt werden muss.

Ordnungsgeld in Höhe von 250.000 Euro

Die Persönlichkeitsrechte des Unfallopfers seien hier massiv verletzt worden. Vor dem Landgericht hatte der Kläger bereits Erfolg. Die Essener Produktionsfirma musste sämtliche Bilder und Mitschnitte des Unfalls unter Androhung eines Ordnungsgeldes in Höhe von 250.000 Euro entfernen. Einer außergerichtlichen Aufforderung zur Zahlung von 10.000 Euro Schmerzensgeld ist die Firma jedoch nicht nachgekommen. Darüber muss jetzt eine weitere Kammer des Essener Landgerichts entscheiden.

Bild: retter.tv Symbolbild

 

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