Helden des Alltags: Drei Retter ziehen Mädchen aus vereistem Fluss

Zwei Mädchen hatten sich auf die Eisdecke der Schutter in Lahr getraut. Eines war eingebrochen. Überlebt haben die Kinder wohl nur, weil drei Retter nicht lange gezögert haben.

Während der Arbeit hörte ein Kfz-Mechatroniker Hilferufe. Er rannte zur Schutter und entdeckte ein Mädchen, das ins dünne Eis eingebrochen und bis zur Brust im eiskalten Wasser versunken war. Ein zweites Mädchen kniete neben dem Loch und klammerte sich verzweifelt an der Hand ihrer verunglückten Freundin fest. Zunächst kletterte er die Böschung runter ans Ufer, um sie zu beruhigen. Da der Fluss an der Stelle besonders tief ist, war die Gefahr groß, dass das eingebrochene Mädchen von der Strömung mitgerissen wird und unter die Eisschicht gerät. Einer Passantin in Sichtweite rief er zu, sie solle den Notarzt alarmieren. Weil sie kein Handy bei sich trug, verständigte dann ein älterer Mann mit Fahrrad die Rettungskräfte.

Zu dritt gelang die Rettung

Viel Zeit zum Überlegen blieb nicht. Der Mechatroniker suchte nach einem langen Gegenstand, an dem sich die Mädchen festhalten konnten. Der Schülerpraktikant und Firmenchef eilten derweil zur Hilfe und brachten eine Leiter zur Unglücksstelle mit der die drei Helfer die Mädchen ans Ufer zogen und in Sicherheit brachten. Das Mädchen erlitt eine schwere Unterkühlung und wurde vom Rettungsdienst zusammen mit ihrer Freundin in die Kinderklinik nach Offenburg gefahren. Nach einer Nacht zur Überwachung in der Kinderklinik Offenburg waren beide am gestrigen Donnerstag nach Auskunft der Polizei wohlbehalten nach Hause entlassen worden.

Bildquelle: retter.tv Symbolbild

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