Hunger- und Flüchtlingskatastrophe am Horn von Afrika

Duisburg | am 25.08.2011 - 11:39 Uhr | Aufrufe: 201

I.S.A.R. Germany reagiert auf besonders tragische Schicksale von Frauen und Kindern.

I.S.A.R. Germany_LogoDie Hilfsorganisation I.S.A.R. Germany entsendet am 30.08.2011 erneut ein medizinisches Expertenteam in das kenianische Flüchtlingslager Dadaab. Das Team bringt neben Medikamenten auch medizinische Ausrüstung zur Versorgung von Frauen in das Flüchtlingslager. Dazu gehören ein Ultraschallgerät, eine gynäkologische Untersuchungsliege und OP-Lampen.

I.S.A.R. Germany hatte bereits im Juli ein Team nach Kenia geschickt. Damals waren rund 500 Kilogramm Medikamente in das Katastrophengebiet gebracht worden. Gleichzeitig wurde mit dem örtlichen Hospital der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) abgestimmt, welche Hilfe weiter geleistet werden kann. Im Fokus steht deshalb diesmal die medizinische Hilfe für Frauen und Kinder. So reagiert I.S.A.R. Germany auf das tragische Schicksal vieler weiblicher Flüchtlinge. Für die entsprechende medizinische Ausrüstung besteht im Flüchtlingslager besonderer Bedarf, da viele der dortigen Frauen auf dem Weg ins Lager vergewaltigt wurden und dringend medizinisch versorgt werden müssen. 

Das I.S.A.R. Team bringt außerdem Ausstattung zur Geburtshilfe in das Flüchtlingslager an der Grenze zu Somalia. So werden im Hospital der GIZ jeden Tag rund 20 Kinder geboren. Mit der Ausrüstung kann die Arbeit der Mediziner vor Ort deutlich verbessert werden. Das I.S.A.R. Team wird zudem Spezialnahrung in das Flüchtlingslager Dadaab bringen. Diese unterstützt die Genesung von vollkommen unterernährten Kindern. Das I.S.A.R. Team wird auch außerhalb des Flüchtlingslagers arbeiten. So wird ein Teil der Medikamente und der Ausrüstung in umliegende kenianische Dörfer gebracht. Die einheimische Bevölkerung ist ebenfalls von der Dürrekatastrophe betroffen, die medizinische Versorgung ist aber nur sehr mangelhaft.

Unterstützt wird die Hilfsaktion durch das Medikamentenhilfswerks „action medeor“ aus Tönisvorst, der Firma „headwayholding“ aus Landshut, der Hilfsorganisation „Apotheker helfen e.V.“ aus München, der Fluggesellschaft „Condor“ und zahlreichen Privatpersonen.

Dem I.S.A.R. Team gehören neben Einsatzleiter Thomas Laackmann (Bern/Schweiz),  Rettungsassistent Ralf Heuberg (Duisburg), Unfallchirurg Boris Klug (Frankfurt/Main) und Techniker Stefan Röttinger (Sonsbeck/Kreis Wesel) an. Sie starten am 30.08. von Frankfurt nach Kenia.

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