Internationales NGO-Zentrum in Taiwan eröffnet

BRH Bundesverband Rettungshunde e.V. unterhält ab sofort dauerhaftes Büro und Materiallager in Taichung Die Zusammenarbeit zwischen dem BRH Bundesverband Rettungshunde e.V. und Rettungshundeführern der taiwanesischen Feuerwehren nimmt weiter Form an.

Kürzlich waren BRH-Präsident Jürgen Schart, BRH-Beirat Peter Göttert und ISAR-Geschäftsführer Michael Lesmeister erneut vor Ort, um ein weiteres Memorandum of Understanding, dieses Mal zwischen dem Taichung City Fire Department und der internationalen Katastrophenhilfeorganisation ISAR Germany, zu unterzeichnen. Zudem waren sie Gäste der feierlichen Eröffnung eines Zentrums (iNGO), das wichtigen internationalen NGOs eine ständige Niederlassung vor Ort bieten und Raum für internationale Konferenzen im Bereich der humanitären Hilfe schaffen soll. Für die Einrichtung dieses Zentrums hat die Regierung von Taiwan mehrere Millionen Euro investiert.

Für den BRH Bundesverband Rettungshunde e.V. und ISAR Germany bedeutet die Eröffnung des iNGO-Zentrums einen wichtigen Meilenstein im Ausbau ihres Engagements in Asien. Beide Organisationen sind zukünftig mit einem ständigen Büro vor Ort vertreten. Es ist besetzt durch inländische Kräfte, die im Bedarfsfall einen schnellen Kontakt nach Deutschland herstellen können. Zudem wurde im Zentrum ein Materialdepot eingerichtet, das unter anderem Sicherheitsausrüstung und eine Management-Komponente für die professionelle Organisation von Einsatzkräften im Schadensfall beinhaltet. Dadurch kann die Einsatzkooperation aus BRH und ISAR bei Einsätzen im asiatischen Raum deutlich schneller als bisher vor Ort kommen, da zunächst nur Personal bewegt werden muss. So werde im Bedarfsfall eine sehr schnelle Beurteilung von Schadenslagen durch Fachpersonal aus Deutschland möglich.

Mit Taiwan verbindet den BRH Bundesverband Rettungshunde e.V. eine lange Geschichte der Zusammenarbeit. Als ein schweres Erdbeben der Stufe 7,3 auf der Richterskala am 21. September 1999 die Stadt Taichung und das Umland erschütterte, unterstützten Trümmersuchhunde aus den Reihen des Bundesverbands Rettungshunde bei der Suche nach Überlebenden. Eine der Hundeführerinnen, die damals vor Ort war, gibt ihr Wissen heute an taiwanesische Rettungshundeführer weiter: Nicole Gies ist Teil eines siebenköpfigen Ausbildungsteams, das in der vergangenen Woche auf Einladung der Stadt Taichung mit Rettungshundeführern aus Stadt und Region die Suche in den Trümmern sowie die Arbeit mit Individualgeruch auf dem Trail trainierten.

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am 15.09.2014 13:45
von Stefan Sobotta     
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