Kompaktkurs Notfallmedizin für junge Bergretter

Über 80 Stunden notfallmedizinische Ausbildung in zehn Tagen: Zu diesem spannenden, aber auch anstrengenden Programm haben sich während der ersten Pfingstferienwoche 20 Jugendliche in Todtnau-Fahl getroffen, um sich für die Dienstprüfung der Bergwacht Schwarzwald vorzubereiten.

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Gemeinsam mit den ehrenamtlich tätigen Ausbildern haben sie in der Bundeswehrkaserne Fahl jede Menge medizinische Theorie gelernt und ihr Wissen in Übungen angewandt. Dabei war die volle Konzentration der Teilnehmer gefordert. So mussten bei einem Verkehrsunfall zwei schwer verletzte Patienten aus ihren brennenden Fahrzeugen gerettet und behandelt, bei einer Suchaktion in der Nacht eine vermisste Person gefunden und notfallmedizinisch versorgt werden. „Um später im echten Einsatz kompetent helfen zu können und auf verschiedene Situationen vorbereitet zu sein, habe ich mich für diesen Kurs angemeldet“, erklärt Johannes Zeidler von der Bergwacht Hinterzarten-Breitnau. „Zehn Tage der Ferien zu opfern und dabei von 07:30 Uhr bis 21:00 Uhr zu lernen ist natürlich hart. Aber es lohnt sich auch, weil wir so in Notfällen wissen, was zu tun ist“, ergänzt Leo Führinger von der Bergwacht Baden-Baden. Neben Anatomie, Physiologie und diversen anderen Theorieeinheiten stand auch eine Vielzahl an praktischen Fallbeispielen auf dem Programm. „Wir müssen uns schon einiges einfallen lassen, damit sich Schüler in den Ferien Vorträge anhören und Berufstätige Urlaub nehmen. Aber die überwältigende Resonanz des Kurses zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind und noch immer sehr viele junge Leute bereit sind, sich ehrenamtlich in Hilfsorganisationen zu engagieren“, freut sich der stellvertretende Landesausbilder Notfallmedizin und Kursleiter David Hierholzer aus Todtnau. Als Höhepunkt der Woche galt es bei der großen Abschlussübung am Samstagmittag, gemeinsam mit der Feuerwehr Todtnau sieben Verletzte zu retten und bis zum Eintreffen der Notärzte zu versorgen. Einsatzleiter Adrian Probst zeigte sich in der Nachbesprechung begeistert von der Leistungsfähigkeit der jungen Bergwachtmitglieder: „Eure Arbeit in den Ferien hat sich sichtlich gelohnt. Eine Schadenslage dieses Umfangs so professionell abgearbeitet zu haben beweist, wie motiviert Ihr die Woche über gelernt habt. Besonders schön dabei ist zu sehen, was für ein eingespieltes Team Ihr innerhalb weniger Tage geworden seid“. Bis zur Dienstprüfung Anfang Juli stehen noch weitere Ausbildungseinheiten an, zu denen sich die Kursteilnehmer schon jetzt fest verabredet haben.

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