Leitstelle Potsdam nicht Schuld an den falschen Ortsangaben für die Rettungskräfte

In den letzten Tagen war Kritik an der Leistelle in Potsdam laut geworden denn in den letzten Wochen gab es gleich drei Fälle, bei welchen die Einsatzkräfte zu einem falschen Einsatzort geschickt wurden.

Am Freitagabend wurdemit einer Pressekonferenz Stellung zu den Vorwürfen gegen die Leitstelle Potsdam genommen. Bei insgesamt drei Einsätzen waren in den letzten Wochen falsche Ortsangaben gemacht worden und deshalb wurden die Protokolle der Leitstelle ausgewertet. retter.tv hatte bereits darüber berichtet. Das Ergebnis: der Sachbereichsleiter Katastrophenschutz im Landkreis gab bekannt, dass bei der Überprüfung keine gravierenden Fehler zu erkennen gewesen wären. Die Leitstelle ist weitestgehend unschuldig an dem Chaos bei diesen drei Einsätzen. Schuld waren die falschen oder ungenauen Ortsangaben der Anrufer, diese hatten vermutlich durch den Schock und den Stress ungenaue Angaben gemacht.

Falsche Ortsangaben bei Unfall in Perleberg

Ein Einsatz ereignete sich beispielsweise am 27. Juli. Ein Ehepaar war in seinem Mercedes auf der B 189 an der Kreuzung zur B 5 in Perleberg tödlich verunglückt. Um 16.01 Uhr ging der Notruf bei der Leitstelle ein. Der Unfall habe sich laut Anrufer an der B189 bei Waldshaus-Weisen ereignet, im Nachhinein ist nun klar, dass der Anrufer die falsche Ortsangaben gemacht hat, nicht die Leitstelle. Als die Rettungskräfte am angeblichen Einsatzort eintrafen, war dort natürlich Nichts zu sehen denn der Unfall war ganze 8,2 Kilometer entfernt. Die Leitstelle versuchte den Anrufer zurückzurufen, doch dieser war nicht mehr zu erreichen. Um 16.15 Uhr meldete schließlich ein weiterer Anrufer den Unfall, dieses Mal mit einer richtigen Ortsangabe. Eigentlich ist für diesen Bereich die Wehr in Perleberg zuständig, doch durch die falsche Ortsangabe wurde die Wittenberger Wehr alarmiert, welche dann schließlich zu dem Unfall fuhr. Die Wittenberger Wehr umkehren zu lassen und anschließend die Perleberger Wehr zu alarmieren wäre unsinnig gewesen. Dennoch konnten die Rettungskräfte für das Ehepaar nichts mehr tun, sie waren nach dem Zusammenprall mit dem Lastzug sofort tot gewesen. Ein zufällig anwesender Rettungssanitäter hatte die Frau noch aus dem Fahrzeug gezogen doch ihr konnte nicht mehr geholfen werden.

Mehr zu den Unfällen und der Kritik an der Leitstelle Potsdam lesen Sie hier

Bild: retter.tv Archivbild, Symbolbild

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