Lösung gegen Notarztmangel? Kreis testet Telenotärzte

Main-Kinzing-Kreis | am 10.05.2017 - 13:30 Uhr | Aufrufe: 318

Im Main-Kinzing-Kreis müssen die Rettungsdienste mit zwei Problemen kämpfen: Zum einen steigt die Zahl an Einsätzen, zum anderen herrscht Notärztemangel. Eine mögliche Lösung wird ab Juli getestet: Telenotärzte.

Laut hanauer.de werden ausgewählte Rettungswagen im Kreisgebiet Main-Kinzing ab Juli mit Equipment für Telenotärzte ausgestattet, um auf die gestiegene Zahl der Notfalleinsätze zu reagieren. Durch Kamera- und Kommunikationssystemen können sich dann Notärzte aus der Ferne zuschalten.  SO ist es ihnen beispielsweise möglich, in Echtzeit EGK-Monitore zu überwachen oder Behandlungsempfehlungen auszusprechen.

Telenotarzt ist unmittelbar am Einsatzort

In Aachen wird bereits seit 2014 ein solches System betrieben. Die dort gemachten Erfahrungen seien sehr positiv und zeigen, dass ein Telenotarzt mehr Einsätze als ein hinzugerufener Notarzt bewältigen könne. Außerdem gäbe er dem Rettungsdienstpersonal Rechts- und Handlungssicherheit und sei unmittelbar am Einsatzort, wenn er benötigt werde. Der Pilotbereich des Main-Kinzing-Kreises sei repräsentativ gewählt, weil er einen telenotärztlichen Versorgungsbereich umfasse, der „die Besonderheiten eines Klinikstandortes sowie die Probleme einer dünn besiedelten Region mit langen Fahrzeiten beinhalte“. 

Bildquelle: retter.tv Symbolbild

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