Mitarbeitermangel: Göppingen Rettungsdienst lockt mit Prämien

Baden-Württemberg | am 23.11.2016 - 09:44 Uhr | Aufrufe: 1048

In Baden-Württemberg fehlen dem Rettungsdienst etwa 400 Mitarbeiter. Die Stadt Göppingen lockt nun neues Rettungspersonal mit einer Prämie.

In Baden-Württemberg herrscht akuter Personalmangel beim Rettungsdienst. Aufgrund des gestiegenen Einsatzaufkommens häufen sich bei den Rettungsdienst-Mitarbeitern zum Teil hunderte Überstunden an, immer häufiger bleiben Autos auch einfach stehen. Laut der Stuttgarter Zeitungen waren im Oktober in Stuttgart Rettungswagen 400 Stunden nicht wie vorgesehen besetzt. Der Stuttgarter DRK-Rettungsdienstleiter Ralph Schuster betont jedoch, dass alle Planstellen derzeit besetzt seien. Die Ausfälle kämen durch viele Krankmeldungen und eine Umstellung des Schichtbetriebs zustande. Laut Stuttgarter Nachrichten widersprechen die Mitarbeiter dieser Darstellung. Ausfälle habe es auch vor der Umstellung gegeben, und die vielen Krankmeldungen führen sie auf die zunehmende Belastung durch den Personalmangel zurück.

DRK Göppingen zahlt 1000 Euro Antrittsprämie

Doch in Stuttgart ist man im Vergleich zu anderen Gemeinden in Baden-Württemberg trotzdem noch relativ gut aufgestellt. In Göppingen ist die Personalnot beim Rettungsdienst mittlerweile so groß, dass neue Rettungsdienst-Mitarbeiter mit einer Prämie angelockt werden sollen. Wie die Stuttgarter Nachrichten berichten, hat der DRK-Kreisverband in einer Fachzeitschrift eine Anzeige geschaltet, in der neuen Mitarbeitern eine Antrittsprämime in Höhe von 1000 Euro versprochen wird. Diese Prämie sorgt laut Kritikern allerdings dazu, dass Rettungskräfte von einer Hilfsorganisation zur anderen wechseln – was das Grundproblem nicht bekämpft. Außerdem könnte eine solche Abwerbprämie zu schlechter Stimmung zwischen den Hilfsorganisationen führen. Beim DRK-Landesverband setzt man vielmehr auf die neuen Notfallsanitäter, die in einigen Jahren auf den Markt kommen. Bis dahin will man das Problem mit Kooperationen und der Reduzierung von Fehleinsätzen möglichst klein halten.

Bild: retter.tv Symbolbild

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