München: Ärger im Schwabinger Krankenhaus

München | am 05.09.2013 - 13:14 Uhr | Aufrufe: 1483

Den Angestellten im Schwabinger Krankenhaus reichts. Seit Wochen haben Ärzte und Pflegepersonal dort nicht genügend sterile Dienstkleidung und müssen daher improvisieren.

Die Schuld dafür geben sie der Wäschefirma. Seit Juli übernimmt das eine Firma aus Österreich und die ist nach Aussagen von Ärzten und Pflegepersonal  überfordert. So erzählt beispielsweise ein Mediziner, der oft als Notarzt im Einsatz ist, dass er sich öfter bei der Feuerwehr sterile Arbeitskleidung borgen musste. Ein Pfleger erzählt, dass er schon einmal im Patientenschlafanzug seinen Dienst verrichten musste. Frische Dienstkleidung gab es nicht.


Klinikleitung weist Vorwürfe zurück


Wegen der Keimgefahr müssen Hosen und Oberteile regelmäßig gewechselt werden. Sollte die Klinik das Problem nicht in den Griff bekommen, droht als letzte Konsequenz die vorübergehende Schließung. Doch die Schwabinger Klinikleitung weist alle Vorwürfe zurück. Zwar räumt sie Versorgungsengpässe in der Vergangenheit ein, inzwischen aber seien die behoben. Wie der BR berichtet  hatte der Stadtrat erst vor einem Jahr beschlossen, die krankenhauseigene Reinigung zu schließen und den Textilservice aus Kostengründen an eine Fremdfirma zu übergeben.


Stellungnahme der Klinik


Es war eine vollumfängliche Umstellung auf einen externen Dienstleister. Bei einem solchen komplexen Vorgang können übliche Anlaufschwierigkeiten auftreten. Diese kamen nicht unerwartet. Es wurden bei deren Auftreten Sofortmaßnahmen zur Sicherstellung der Wäscheversorgung ergriffen. Eine wichtige Maßnahme: zusätzlicher Einkauf von Wäsche für Patientenversorgung  und Mitarbeiter. Aufgrund der eingeleiteten Maßnahmen kann festgestellt werden: die Versorgung von Dienstkleidung ist sichergestellt. Im Einzelfall kann es noch vorkommen, dass Dienstkleidung nicht rund um die Uhr in der gewollten Größe zur Verfügung steht. Das ist bedauerlich, jedoch vor dem Hintergrund des Gesamtvolumens der Umstellung der Wäscheversorgung (mehr als 60 000 Stück Wäsche), nicht zu vermeiden. Diesen Einzelfällen wird nachgegangen und sie werden behoben. (Quelle: Pressestelle Klinikum Schwabing). Hier gibt’s weitere Infos zum Thema.


Bild: retter.tv Symbolbild

Bilder und Videos zu diesem Beitrag
Das könnte Sie auch interessieren
Stellen Sie sich folgendes vor. Die Rentnerin Gerda ist 97 Jahre alt. Sie hat sich bis zuletzt selber versorgt. Seit ihrem Schlaganfall kann sie Nahrung nicht mehr alleine zu sich nehmen und ist auf ... mehr
am 16.04.2012 10:35
von Malteser Hilfsdienst MünchenMalteser Hilfsdienst München     
Am 21. Oktober kamen über 50 Notfallmediziner und Pflegefachkräfte aus ganz Bayern nach Augsburg, um sich mit „Notfällen des Kopfbereiches“ zu befassen. Im Klinikum ... mehr
am 21.10.2010 09:00
von Raphael Doderer     
Um diese Funktion zu nutzen,
müssen Sie ein registriertes Mitglied von retter.tv sein.

Sie wollen aktiv an retter.tv teilnehmen, dann melden
Sie sich jetzt kostenlos an.

weiter zur Anmeldung