Nach fatalem Zugunglück in Bad Aibling: Bund fordert Änderungen im Notrufsystem

Bad Aiblingen | am 08.03.2017 - 12:04 Uhr | Aufrufe: 435

Nach dem tragischen Zugunglück in Bad Aibling mit zwölf Toten (retter.tv berichtete) soll nun das Notrufsystem der Deutschen Bahn geändert werden. Ein Zwischenbericht zur Aufarbeitung des Unfalls gibt eine entsprechende Empfehlung ab.

Wie die Frankenpost berichtet, sieht die Empfehlung der Eisenbahn-Untersuchungsstelle des Bundes vor, die Notrufe nicht mehr getrennt nach Lockführern und Streckenpersonal abzusetzen. Mit einer Funktionstaste soll der Alarm vielmehr zusammengeführt werden. Damit soll verhindert werden, dass ein Fahrdienstleiter wie im Fall des Zugunglücks in Bad Aibling zweimal hintereinander eine falsche Taste drückt. Damals kam der Notruf nicht bei den Lokführern der Unfallzüge an.

Kritik: Notrufsystem ist kompliziert

Während des Prozesses gegen den Fahrdienstleiter im vergangenen Dezember war das Notrufsystem als kompliziert kritisiert worden. Allerdings kommt der Zwischenbericht auch zu dem Schluss, dass die Signaltechnik an der Unfallstrecke und in den Zügen einwandfrei funktionierte. Der Fahrdienstleiter war vielmehr vom betrieblichen Regelwerk abgewichen, nicht zuletzt durch die Nutzung seines Smartphone am Arbeitsplatz.

Bild: retter.tv Symbolbild

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