Notarzt und Rettungswagen in falschen Ortsteil geschickt: Sportler stirbt nach Herzstillstand

Notarzt und Rettungswagen wurden am Montagabend auf dem Weg zu einem Patienten versehentlich in einen falschen Ortsteil geschickt. Sie kamen erst nach 20 Minuten am richtigen Ort an. Der 50-jährige Sportler verstarb noch in der Sporthalle. Er hatte beim Badmintonspielen einen Herzstillstand erlitten.

Wie rp-online berichtete, brach der Sportler am Montagabend gegen 18:25 Uhr beim Badmintonspielen zusammen. Sofort wurde der Notruf gewählt. Einige Mitspieler leisteten unmittelbar Erste-Hilfe-Maßnahmen und starteten die Herz-Lungen-Wiederbelebung. Doch sie konnten keinen Herzschlag des Mannes mehr wahrnehmen.

Nach 20 Minuten treffen Notarzt und Rettungswagen ein

Nach 20 Minuten trafen Rettungswagen und Notarzt ein. Sie waren auf der Suche nach dem Patienten durch einen falschen Ortsteil geirrt. Als die Rettungskräfte am Ort des Geschehens eintrafen, starteten sie einen weiteren Reanimationsversuch, konnten jedoch nur noch den Tod des Sportlers feststellen.

In falschen Ortsteil geschickt

Wie rp-online weiterhin berichtete, wurden Notarzt- und Rettungsfahrzeug zur „Sporthalle an der Landwehr“ gerufen worden. Die Leitstelle gab „An der Landwehr“ als Einsatzort an und die Retter landeten in Walbeck. Die Sporthalle hingegen liegt an der Vernumer Straße. Sie trägt ihren Namen nur, weil sie am Sevelener Landwehrbach liegt. Schon des Öfteren gab es hinsichtlich des Namens Verwechslungen bei Sportlern und diese landeten in Walbeck. Dem Rettungsdienst sei diese Problematik jedoch zuvor nicht bekannt gewesen.

Mann hatte sofort keinen Puls mehr

Ungewiss bleibt, ob der verunglückte Sportler hätte gerettet werden können, wenn der Notarzt schneller am Einsatzort gewesen wäre. Nach Angaben von rp-online stellten die Ersthelfer fest, dass der Mann sofort keinen Puls mehr hatte. Zudem gab es in der Sporthalle keine Defibrillatoren, die im Notfall von Laien betätigt werden können. Eine solch dramatische Fehlleitung soll jedoch künftig nie wieder vorkommen. Änderungen am Einsatzsystem werden umgehend vorgenommen.

Bild: retter.tv Symbolbild

Bilder und Videos zu diesem Beitrag
Das könnte Sie auch interessieren
Alptraum im Aufzug: Am Mittwoch Abend blieben vier Menschen in einer Aufzug-Kabine in Geldern stecken. Als die vier eingesperrten Personen sich nicht mehr zu helfen wussten, wählten sie den ... mehr
am 03.08.2012 08:47
von retter.tvretter.tv Profilbild     
Auf dem Weg zu einem Einsatz ist am Samstag das Notarzt-Fahrzeug des Roten Kreuzes aus Donauwörth verunglückt. Das Auto wurde beim Zusammenstoß mit einem Lkw auf der B 2 nahe Buchdorf ... mehr
am 10.03.2010 13:30
von Julia Schuhwerk     
Um diese Funktion zu nutzen,
müssen Sie ein registriertes Mitglied von retter.tv sein.

Sie wollen aktiv an retter.tv teilnehmen, dann melden
Sie sich jetzt kostenlos an.

weiter zur Anmeldung