Notfallsanitätergesetz: BRK übt Kritik an Lobbyeinfluss von Notärzten

Im Zuge der Umsetzung des neuen Notfallsanitätergesetzes kritisierte der Landesgeschäftsführer des bayerischen Roten Kreuzes (BRK), Dieter Deinert, den Lobbyeinfluss von Notärzten.

Symbolbild RettungsdienstDas Notfallsanitätergesetz, seit Beginn 2014 in Kraft, dient der Vereinheitlichung und macht aus bisherigen Rettungsassistenten Notfallsanitäter. Diese werden in Zukunft besser ausgebildet und verfügen dann über mehr Kompetenzen im Noteinsatz. Ein wichtiges Thema stellt dabei die eigenständige Vergabe von Schmerzmitteln noch vor Ankunft des Notarztes dar.

Gefahr: Lobbyistenverbände

Laut Angaben von „Report Mainz“ sieht Deinert jedoch eine große Gefahr, dass sich das System nicht weiterentwickelt, da sich Lobbyistenverbände durchsetzen. Aufgrund dessen betrachtet er das Ziel einheitlicher Vorgaben für Notfallsanitäter als gefährdet.

Reaktion BAND

Wie „Report Mainz“ berichtete, ist die Reaktion der Bundesvereinigung der Arbeitsgemeinschaften Notärzte Deutschlands (BAND) auf das neue Gesetz verhalten. Sie wollen das System beibehalten und stehen der Freigabe von Kompetenzen an Notfallsanitäter kritisch gegenüber.

Keine lebensrettenden Maßnahmen

Doch wenn Notfallsanitäter dazu nicht befugt werden, bedeutet dies ebenfalls, dass lebensrettende Maßnahmen im Notfall unterlassen werden müssen, wenn der Notarzt noch nicht vor Ort ist. Weitere Informationen zum Thema finden Sie hier.

Zudem finden Sie hier ein informatives Video zum Thema Notfallsanitätergesetz.

Bild: retter.tv Symbolbild

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