Ostafrika: Betroffene brauchen langfristige Hilfe

Freibug | am 01.09.2011 - 12:20 Uhr | Aufrufe: 157

Caritas international leistet Nothilfe, bereitet mittelfristige Rehabilitation vor und plant Maßnahmen zur Katastrophenvorsorge.

Caritas – Not sehen und handelnCaritas international stellt sich auf langfristige Hilfe für die von der Dürrekatastrophe betroffenen Menschen in Somalia, Äthiopien und Kenia ein. „Nach wie vor kommen Menschen aus den Dürregebieten in die Städte und Flüchtlingslager“, sagt Peter Neher, Präsident des Deutschen Caritasverbandes, „entsprechend weiten wir die Nothilfemaßnahmen noch aus. Außerdem arbeiten unsere Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen wie auch unsere Partnerorganisationen parallel daran, die Situation mittel- und langfristig zu verbessern.“

Zurzeit versorgt das Hilfswerk der deutschen Caritas Hungernde in Somalia, Äthiopien und Kenia mit Nahrungsmitteln, Trinkwasser, Wasserentkeimungstabletten und Medikamenten. Erst ab Oktober ist wieder mit Regenfällen zu rechnen. Caritas international hilft den Betroffenen mit dürreresistentem Saatgut und anderen Hilfsgütern, damit die Felder rechtzeitig wieder bestellt werden können. Wenn die Regenzeit ausreichend Niederschläge bringt, können Anfang 2012 die ersten Ernten eingefahren werden.

Um Hungerkatastrophen in Zukunft zu verhindern, bedarf es grundlegender Vor­aussetzungen: eines Friedensprozesses in Somalia, des Aufbaus von Sozial- und Bildungssystemen sowie einer Verbesserung der Infrastruktur und der Katastrophenvorsorge. Neben der Verteilung dürreresistenten Saatguts unterstützt Caritas international daher auch den Bau von Brunnen und Wasserrückhaltebecken, um die Wasserversorgung auch in Trockenzeiten zu gewährleisten.

„Die Spenden von inzwischen mehr als neun Millionen Euro erlauben eine langfristige Arbeit in der Region“, so Neher, „der Dank dafür gilt unseren vielen Spenderinnen und Spendern, die dies ermöglicht haben oder noch ermöglichen werden.“ 2,2 Millionen Euro hat Caritas international bisher für die Hilfsmaßnahmen verwendet, fast sieben Millionen Euro stehen für mittel- und langfristige Hilfen zur Verfügung.

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