Pensionierte Ärzte zurück ins Berufsleben?

Im Kampf gegen den immer größer werdenden Medizinermangel hat die kassenärztliche Vereinigung 50000 pensionierte Ärzte in einem Brief gebeten sich Maßnahmen dagegen anzuschließen.

Symbolbild ArztLaut Süddeutscher Zeitung ist die Versorgung durch den medizinischen Bereitschaftsdienst aufgrund des Ärztemangelns gefährdet. Deshalb versucht die Kassenärztliche Vereinigung bereits pensionierte Mediziner wieder in den Dienst zu holen. Dafür wurden 50000 bayerische Ärzte in einem Schreiben freiwillig dazu aufgefordert sich den Maßnahmen anzuschließen. Einige Pensionäre fühlen sich jedoch nicht mehr in der Lage angemessen helfen zu können und kritisieren das vorgehen. Nach ihnen geht diese Maßnahme zu Lasten der Patienten.

Schlechte Versorgung im ländlichen Raum

Darüber hinaus wurden auch Ärztinnen angeschrieben, die sich im Mutterschutz befinden. Auch Privatärzte haben einen Brief der KVB erhalten. In Bayern gibt es insgesamt 44 Brennpunkte in denen der ärztliche Bereitschaftsdienst schwer sicherzustellen ist. Vor allem in ländlichen Regionen fehlen ausgebildete Ärzte.

Einige freiwillige Ärzte bereits gefunden

Bereits pensionierte Mediziner kritisieren das Vorgehen scharf. Die fehlende Routine gewährleistet ihrer Meinung nach keine perfekte Versorgung von Patienten. Da die zum Einsatz kommenden Medikamente sich im Laufe der Zeit stetig ändern, sind die Pensionäre nicht auf dem neuesten Stand. Bereits 800 Ärzte haben auf die Anfrage der KVB geantwortet, wie viele pensionierte Ärzte darunter sind ist laut Süddeutscher Zeitung nicht bekannt.

Bild: retter.tv Symbolbild

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