Premiere in der Rettungsfliegerei: Laser zur Hinderniserkennung

Die Schweizerische Rettungsflugwacht setzt als erste zivile Luftrettungsorganisation der Welt auf ein lasergestütztes Hinderniswarnsystem – für noch mehr Sicherheit von Patienten und Crews.

Um die Sicherheit für Patienten und Crews im Einsatz weiter zu erhöhen, testet die Rega gemeinsam mit dem Helikopterhersteller Leonardo ein lasergestütztes System zur automatischen Erkennung von Luftfahrthindernissen. Die Sensor-Einheit des Systems scannt mit einem Laser permanent die Umgebung vor dem Helikopter und erkennt auch dünne Kabel und Masten in bis zu zwei Kilometern Entfernung. Ein akustisches Signal warnt die Piloten vor Hindernissen, die zudem auf einem Bildschirm im Cockpit sowie auf einem sogenannten Head-Up-Display im Sichtfeld des Piloten dargestellt werden. Der große Vorteil im Vergleich zu passiven Warnsystemen, die auf eine Flughindernis-Datenbank zurückgreifen: Das System warnt auch vor Hindernissen, die auf keiner Karte eingezeichnet sind, wie die Rega am Donnerstag mitteilte.

Testflüge in den Bergen

Nun sollen gemeinsame Testflüge mit dem Hersteller Leonardo zeigen, wie präzise und zuverlässig das System, das bereits in einigen Militärhelikoptern erfolgreich eingesetzt wird, in Bergtälern mit vielen Luftfahrthindernissen, wie zum Beispiel Seilbahnkabel und Heuseilen aus der Berglandwirtschaft, funktioniert. Die Testflüge finden diesen Frühling gemeinsam mit Leonardo in Norditalien statt. Das System soll ab 2021 in den drei neuen allwettertauglichen Rettungshelikoptern AW169-FIPS eingesetzt werden.

Quelle Text: Rega

Quelle Bild: retter.tv Symbolbild

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