Rettungshunde-Ausbilder erneut zu Gast in Taiwan

Kooperation des BRH Bundesverband Rettungshunde mit der Feuerwehr Taichung in der Ausbildung von Trümmersuchhunden und Mantrailern läuft auch nach dem Erdbeben weiter Wenige Wochen nach dem schweren Erdbeben an der Ostküste Taiwans sind heute Ausbilder und erfahrene Hundeführer des BRH Bundesverbands Rettungshunde e.

V. vor Ort angekommen. In den kommenden fünf Tagen werden sie auf Einladung der Stadt Taichung mit Rettungshundeführern aus Stadt und Region die Suche in den Trümmern sowie die Arbeit mit Individualgeruch auf dem Trail trainieren. Mit der Feuerwehr der Stadt Taichung verbindet den BRH ebenso wie mit der taiwanesi-schen National Fire Agency ein sogenanntes Memorandum of Understanding, eine Absichtserklärung zur Zusammenarbeit.

Für die Leiterin des BRH-Fachbereichs Ausbildung, Ulrike Gehner, ist der Besuch in Taiwan ein ganz besonderer. Vor etwa vier Monaten war sie mit ihrem Team zuletzt in Taichung, um mit Hundeführern der Berufsfeuerwehr in den Trümmern und im Bereich Mantrailing zu trainieren. Kurz nach dem ge-meinsamen Training legten mehrere der taiwanesischen Kameraden mit Erfolg den Mission Readyness Test (MRT) der Internationalen Rettungshundeorganisation IRO ab und qualifizierten sich damit für den Einsatz in Großschadenslagen. Nach dem schweren Erdbeben im Februar konnten die Teams der Feuerwehr in Taichung mit ihren Hunden mehrere Verschüttete unter den Trümmern orten und sogar einen Lebendfund feiern.

Ulrike Gehner freut sich auf ihre Rückkehr nach Taiwan. „Da stimmen die Chemie, die Ausbildungsphi-losophie und der Umgang mit dem Hund“, beschreibt sie die Zusammenarbeit zwischen deutschen und taiwanesischen Rettungshundeführern. Bis auf die Sprachbarriere fühle sich die gemeinsame Ausbildung an „wie ein Training mit Freunden in Europa“. Im Bereich Trümmer attestiert Gehner den asiatischen Kollegen einen sehr guten Ausbildungsstand. „Hier sind die Rettungshundeführer vor Ort sehr erfahren“, sagt sie. Im Bereich der Personensuche nach Individualgeruch, Mantrailing genannt, stecke die Gruppe allerdings noch in den Kinderschuhen. Hier will Gehner in den kommenden Tagen an die Grundlagen anknüpfen, die sie im vergangenen Herbst gelegt hat. Sie ist gespannt, wie sich die Teams seither entwickelt haben.

Auch BRH-Präsident Jürgen Schart, BRH-Beirat Peter Göttert und ISAR-Geschäftsführer Michael Les-meister machen sich in den nächsten Tagen auf den Weg nach Taiwan. Sie werden ein weiteres Memo-randum of Understanding, dieses Mal zwischen dem Taichung City Fire Department und der interna-tionalen Katastrophenhilfeorganisation ISAR Germany, unterzeichnen. Zudem sind sie Gäste der feier-lichen Eröffnung eines Zentrums, das wichtigen internationalen NGOs eine ständige Niederlassung vor Ort bieten und Raum für internationale Konferenzen im Bereich der humanitären Hilfe schaffen soll. Für die Einrichtung dieses Zentrums hat die Regierung von Taiwan mehrere Millionen Euro investiert.

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von Stefan Sobotta     
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