Rettungswagen rammt Porsche: Fahrerin fordert hohe Entschädigung

München | am 07.04.2016 - 12:21 Uhr | Aufrufe: 1995

In München ereignete sich im Juli 2013 ein Unfall, bei dem ein Rettungswagen einen Porsche-Cabrio rammte. Seine Fahrerin erlitt ein Halswirbelsäulen-Trauma und fordert nun eine beachtliche Entschädigung. Der Anwalt der Stadt bezweifelt jedoch, dass alle Verletzungen auf den Unfall zurückzuführen seien.

Wie die Süddeutsche berichtete, fuhr die Frau sofort auf die rechte Seite und stoppte ihr Fahrzeug, als sie das Martinshorn wahrnahm. Die 57-Jährige hatte sich dann, offenbar aus Angst vor dem Rettungswagen, auf die Beifahrerseite geworfen. Der Rettungswagen kollidierte mit dem Kotflügel des Porsche und verursachte einen Sachschaden in Höhe von 28.000 Euro. Ärztliche Behandlungen stellten nach und nach fest, dass bei der Fahrerin Schultersehnen auf beiden Seiten gerissen oder angerissen seien sowie auch der Innenmeniskus am rechten Knie.

Frau verlangt enorme Entschädigung

Die Frau verlangt nun von der Stadt eine enorme Entschädigung: 17 500 Euro Schmerzensgeld, 19 200 Euro "Haushaltsführungsschaden" und eine monatliche Rente von 600 Euro bis zum Jahr 2038, so die Süddeutsche. Sie klagt nach Angaben der Süddeutschen über eine Einschränkung ihrer Lebensfreude, da sie nun keine großen Hunde mehr halten oder Golf spielen könne. Zudem hatte die Frau lange Hilfe im Haushalt in Anspruch genommen und müsse oft zur Physiotherapie. Auch könne sie ihre Mutter nicht mehr pflegen. Wie die Süddeutsche weiterhin berichtete, will das Gericht nun einen Sachverständigen mit einem biomechanischen Gutachten beauftragen, um die Angelegenheit zu klären

Bild: retter.tv Symbolbild

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