Schleswig-Holstein: Erst einmal keine Ergänzungsprüfungen für Notfallsanitäter mehr

Schleswig-Holstein | am 24.03.2014 - 10:11 Uhr | Aufrufe: 1737

Die Einführung des neuen Notfallsanitätergesetzes führte schon vor Inkrafttreten zu heftigen Debatten. Doch das Bundesland Schleswig-Holstein heizt die Diskussion nun weiter an: Nachdem dort bereits Anfang Januar die ersten Weiterbildungen zum Notfallsanitäter begonnen hatten (retter.tv berichtete), wird die Ergänzungsausbildung nun erst einmal ausgesetzt.

Nach Informationen des S+K Verlages habe das zuständige Landesamt für soziale Dienste in Kiel vergangene Woche ein Schreiben an alle Rettungsdienstschulen des Bundeslandes herausgeschickt. Darin ist offenbar die Rede davon, dass die Ergänzungsprüfungen zum Notfallsanitäter zunächst ausgesetzt werden, da das neue Gesetz immer noch mehr Fragen aufwerfe als Antworten liefere. Da sich die Anfragen an das zuständige Landesamt in den letzten Wochen wohl derart gehäuft haben, sei man zu dem Entschluss gekommen, die Ergänzungsprüfungen vorübergehend auszusetzen. 

Durchlässigkeit zwischen Bundesländern steht zur Diskussion

Neben den vielen Fragen, die sich in der letzten Zeit durch das Notfallsanitätergesetz ergeben haben, so der Verlag auf seiner Internetseite weiter, habe sich auch eine Diskussion um die länderübergreifende Prüfung der Auszubildenden entwickelt. Zunächst war es nämlich möglich gewesen, die Prüfung zum Notfallsanitäter in einem anderen Bundesland zu absolvieren. Allerdings war dies dann doch wieder untersagt worden. Weiter heißt es, dass sich die Länder über dieses Problem Anfang April beraten wollen. Wann die Ergänzungsprüfung zum Notfallsanitäter in Schleswig-Holstein wieder möglich sein wird, blieb zunächst unklar.

Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie hier.

Bild: retter.tv Symbolbild

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