Schneechaos in Kroatien: Erste Hilfe von SeaHelp

Kroatien | am 06.02.2012 - 12:30 Uhr | Aufrufe: 3251

Schneechaos in Kroatien – wer im Augenblick die Bilder von den SeaHelp-Einsatzbooten in Dalmatien betrachtet, möchte meinen, der Pannendienst der kroatischen Adria habe eine weitere Station am sibirischen Baikalsee eröffnet.

Schneechaos in Kroatien: Erste Hilfe von SeaHelp

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Doch im Hintergrund sieht man nicht etwa die Stadt Irkutsk, sondern das schneebedeckte Zadar. Dort wo im Sommer die Urlauber unter der Hitze stöhnen, erstreckt sich eine geschlossene Schneedecke von gut 30 Zentimetern. Doch auch das hindert die Boote des Pannendienstes nicht am Auslaufen. „Immerhin hat man in der Adria noch keine Eisberge gesichtet“, berichtet SeaHelp-Einsatzleiter Marko Orlic nicht ganz ohne eine Portion Ironie. Der Pannendienst hat indes reagiert: „Wir bieten Skippern, die in Sorge um ihr Boot oder ihre Yacht sind, entsprechende Hilfe an“, erklärt Wolfgang Dauser von SeaHelp. Dabei kann er auf das flächendeckende Netzwerk von SeaHelp-Stationen entlang der kroatischen Küste zurückgreifen.

Noch schlimmer als in Zadar traf es die Bewohner von Imorksi im Hinterland von Makarska: 90 Prozent der Bevölkerung konnte wegen der enormen Schneemassen die Häuser nicht mehr verlassen. Im südlichen Dalmatien wurde der Notstand ausgerufen. Das öffentliche Leben ist so gut wie komplett zusammengebrochen. Über 3000 Haushalte sind derzeit von der Stromversorgung abgeschnitten, täglich werden es mehr.

Extreme Starkwinde machten auch der Region um die Insel Krk zu schaffen: Windböen von bis zu 205 Stundenkilometern maß die Wetterstation an der Brücke vom Festland auf die Insel, die zeitweilig für den Verkehr gesperrt werden musste. Für Skipper, die ihre Boote und Yachten derzeit in Kroatien überwintern lassen, kann die Extremwetterlage schwerwiegende Folgen haben. SeaHelp-Chef Wolfgang Dauser: „Besonders gefährlich sind die gefrorenen Leinen, die in Verbindung mit der starken Bora, die derzeit dort herrscht, brechen wie Glas. Dann können die Boote im Hafen umhertreiben und Schaden anrichten.“ Aber auch nicht fachgerecht behandelte Planen halten, wie die SeaHelp-Einsatzkräfte entlang der Küste berichten, den Schneemassen und den Starkwinden nicht stand. Neben den äußerlich sichtbaren Schäden macht die extreme Kälte der Technik an Bord zu schaffen. Wer sein Boot nicht fachgerecht für die Überwinterung vorbereitet hat, bekommt die Folgen spätestens im Frühjahr zu spüren: Frostschäden durch eingefrorenes Kühlwasser und defekte Druckwasserleitungen werden die Werkstätten in den Marinas wohl noch eine gewisse Zeit beschäftigen.

SeaHelp bietet besorgten Eignern, die derzeit aufgrund der widrigen Straßenverhältnisse auch nicht zu ihrem Schiff kommen, besondere Hilfe an: „Wir können zumindest die Leinen und Planen überprüfen und für erste Hilfe sorgen, wenn wir Schäden feststellen. Dazu können sich die entsprechenden Schiffseigner bei uns melden und Marina, Liegeplatznummer und Name des Schiffes angeben. Unsere Mitarbeiter schauen dann, ob alles in Ordnung ist. Notfalls können Sie das Schiff zusätzlich befestigen oder von den Schneemassen räumen.“

Da derzeit die Zahl solcher Anfragen schon enorm gestiegen ist, bittet SeaHelp, sich per Mail an die Zentrale in Ebensee zu wenden: Unter office@sea-help.eu bzw. unter 0043 6133 6272 10 hat man ein offenes Ohr für die derzeitigen Sorgen und Nöte der Skipper.

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Quelle: Pressebüro Kröger

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