Vergütungsstreit im Notarztdienst: Engpässe im Raum Augsburg

Am vergangenen Freitag waren in Augsburg zwei Notarztwagen mehrere Stunden nicht im Einsatz. Grund dafür ist ein bayernweiter Vergütungsstreit im Notarztdienst.

In Augsburg fielen am vergangenen Freitag zwei Notarztwagen für mehrere Stunden aus, weil sich kein Mediziner freiwillig für den Dienst meldete. Wie die Augsburger Allgemeine berichtet, konnte auch die Kassenärztliche Vereinigung Bayerns nicht für Ersatz sorgen. Notärzte aus dem Umkreis mussten aushelfen, was allerdings zu längeren Wartezeiten auf dem Land führte. Gegenüber der Augsburger Allgemeinen sagte Friedhelm Bechtel von der Feuerwehr Augsburg, dass Menschenleben aber zu keiner Zeit gefährdet gewesen seien.

Notarztdienst auf dem Land soll attraktiver werden

Grund für den Ausfall mehrerer Einsatzfahrzeuge ist ein Streit um die Vergütung der Notärzte in Bayern, die seit Anfang des Jahres neu geregelt ist. Laut Augsburger Allgemeine sind in Augsburg 17 von 120 Notarztdiensten noch nicht besetzt, was zu dieser Zeit sehr unüblich ist. Die neue Vergütung des Notarztdienstes soll vor allem den Dienst in ländlichen Regionen attraktiver machen, sorgt aber für deutliche Einkommenseinbußen in städtischen Ballungszentren.

Vergütung sinkt um 40 Prozent

Wie die Augsburger Allgemeine weiter berichtet, sinke die Vergütung in Ballungszentren um durchschnittlich 40 Prozent. Die Kassenärztliche Vereinigung erklärt jedoch, dass es im ersten Quartal eine Begrenzung der Einkommensverluste bis höchstens 15 Prozent gebe. Auch darüber hinaus soll es eine Verlustbegrenzung geben.

 

Quelle: Augsburger Allgemeine

Bild: retter.tv Symbolbild

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