Viraler Facebook-Post: Passagierin bestürzt über Reaktionen auf Notfall in Flugzeug

Deutschland | am 10.12.2016 - 16:34 Uhr | Aufrufe: 9381

Auf dem Weg in den Urlaub, tausende Kilometer über dem Meer und dann ein Notfall im Flugzeug. Das anschließend wirklich alles getan werden sollte, um dem Schlaganfall-Patienten zu helfen scheint logisch. Nicht so für viele der Fluggäste, welche die Flugbegleiter verbal angreifen und völlig ausrasten.

Symbolbild FlugzeugIllanit Spinner war auf dem wohlverdienten Weg in den Urlaub nach Punta Cana in die Karibik. Sie hatte sich auf den Urlaub gefreut, gemeinsam mit 250 anderen Passagieren ihrer Condor-Maschine. Doch nach vier Stunden kommt es zum Notfall, ein Mitreisender hat einen Schlaganfall. Viermal wird nachgefragt, ob sich ein Arzt an Board befindet, der helfen kann. Die gesamte Crew ist im Einsatz, trägt Sauerstoffflasche und Erste Hilfe-Koffer durch die Maschine. Es wird klar: Eine Notlandung ist unausweichlich, um dem Mann zu helfen. Gleichzeitig auf Seite der anderen Insassen nur Verachtung und Aufregung, wie Illanit Spinner auf Facebook schildert.

„Das beschämendste und menschenunwürdigste seit langem“

„Was sich derweil an Bord der Maschine abspielt ist so ziemlich das beschämendste und menschenunwürdigste was ich seit langem erlebt habe“, macht die Mitreisende deutlich. Die Passagiere um sie herum greifen die Flugbegleiter verbal an, die Notlandung wird kritisiert und die Stimmung heizt sich immer weiter auf. Der Kapitän muss immer wieder mit Durchsagen eingreifen, um die Lage irgendwie zu beruhigen und um Verständnis für die Extremsituation bitten. „Ich weiß nicht, was das für Menschen sind, denen ein paar Stunden Urlaub wichtiger ist als das Leben einer anderen Person, aber es spiegelt eine Entwicklung unserer Gesellschaft wieder, die nicht nur Grund zu Sorge gibt, sondern in Sachen Mitmenschlichkeit, Anstand und Nächstenliebe schlichtweg inakzeptabel ist“, macht Spinner in ihrem Post unmissverständlich klar. Schockierend, wie wenig Empathie und Verstand einigen Personen noch übriggeblieben ist. Sprichwörtlich geteilt wurde diese klare Aussage bereits von 231 Menschen. Hoffentlich folgen Viele im realen Leben.



Bild: retter.tv Symbolbild 

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