Welthungerhilfe – Der Anfang einer guten Entwicklung

Deutschland | am 19.07.2011 - 14:01 Uhr | Aufrufe: 1528

Die Welthungerhilfe ist heute eine der größten privaten Hilfsorganisationen in Deutschland. Sie ist unabhängig und über die Mitgliedsorganisationen, Spender und Unterstützer breit in der deutschen Gesellschaft verankert. Die Welthungerhilfe steht für Mut, Lebensfreude und Menschlichkeit bei der Erfüllung ihres Auftrags.

Geschichte - Die Gründung der Welthungerhilfe aus dem Geist einer globalen Bewegung

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Die Vision von Binay Ranjan Sen (1898 - 1993), dem Generalsekretär der Welternährungsorganisation der Vereinten Nationen (FAO), stand am Ursprung der Welthungerhilfe. Der indische Diplomat war ein leidenschaftlicher Vertreter des Kampes gegen den Hunger, den er zu einer globalen Priorität machen sollte. 1960 startete er die "Freedom from Hunger"-Kampagne, die der Idee eines globalen Netzwerkes folgte.

1962 entstand die Welthungerhilfe auf Initiative des damaligen Bundespräsidenten Heinrich Lübke. Unter seiner Ägide wurde ein Komitee gegründet, nämlich der "Deutsche Ausschuss für den Kampf gegen den Hunger". 1967 nahm dieses Komitee die Form eines Vereins an - die Deutsche Welthungerhilfe e.V. war geboren.


Ziele, Themen und Projekte der Welthungerhilfe

Ziel der Welthungerhilfe ist der Sicherstellung der Ernährung aller Menschen. Die ländliche Entwicklung soll gefördert und die natürlichen Ressourcen erhalten werden. Die Welthungerhilfe ist von der Kraft der Träume überzeugt, weil sie Menschen antrieben. Ein dynamisches globales Netzwerk soll Deutschland und Partner in Projektländern verstärkt verbinden und so Entwicklungszusammenarbeit erlebbar machen.
Die Welthungerhilfe blickt auf erfolgreiche Projekte in Afrika, Asien und Südamerika zurück und damit auf eine langjährige internationale Erfahrung. Den Menschen in Entwicklungsländern soll geholfen werden in Zukunft für sich selbst zu sorgen.
Die Organisation setzt sich auch innerhalb der Politik ein und kämpft für die Veränderung der Verhältnisse, die zu Hunger und Armut führen.
Nicht nur Hunger ist ein zentrales Thema, dem sich die Deutsche Welthungerhilfe widmet. Wenn Menschen durch Katastrophen und Konflikte bedroht sind ist schnelle und effektive Hilfe nötig. Zusammen mit Partnern in über 70 Ländern wird zunächst Soforthilfe und später langfristige, nachhaltige Hilfe geleistet. Den Opfern soll das Überleben ermöglicht werden und ihre Lebensgrundlagen durch Wiederaufbau gesichert werden.
Das Klima ist für die Welthungerhilfe ein wichtiges Thema. Gerade die Menschen in den Entwicklungsländern sind vom Klimawandel und damit zusammenhängenden, klimatischen Katastrophen wie Überschwemmungen, Dürre oder Wirbelstürmen besonders betroffen.
Weltweit haben noch immer 900 Millionen Menschen keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser. Die Welthungerhilfe unterstützt Menschen ihre Wasserquellen zu sichern und die sanitäre Versorgung zu verbessern, so dass dieses „lebensnotwendige Menschenrecht“ für jeden verfügbar ist.


Aufbau und Struktur der Organisation

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Bärbel Dieckmann, Präsidentin der Welthungerhilfe

Die Welthungerhilfe ist eine private, gemeinnützige, politisch und konfessionell unabhängige Hilfsorganisation die unter einem ehrenamtlichen Präsidium arbeitet. Schirmherr ist seit der Gründung der Organisation 1967 der Bundespräsident. Christian Wulff hat seit August 2010 das Amt inne. Die Deutsche Welthungerhilfe ist in der Gesellschaft breit verankert. Dies spiegelt sich auch in der Organisationsstruktur wieder, denn zu den Mitgliedern gehören die Bundestagsfraktionen, die Kirchen und großen Verbände.
Die Mitgliederversammlung bestimmt die Richtlinien der Tätigkeit und wählt das siebenköpfige, ehrenamtliche Präsidium, dessen Aufgabe darin besteht den Vorstand zu kontrollieren und zu beraten. Präsidentin der Welthungerhilfe ist die frühere Oberbürgermeisterin der Stadt Bonn Bärbel Dieckmann. Ihr Stellvertreter ist Klaus Töpfer.
Die Welthungerhilfe wird von einem  hauptamtlichen Vorstand geführt, der aus drei Mitgliedern besteht: Generalsekretär (Vorsitzender),  Vorstand Programme, Vorstand Marketing. Dr. Wolfgang Jamann führt das Amt des Generalsekretärs aus. Dem Vorstand stehen der ehrenamtliche Gutachterausschuss und das ehrenamtliche Kuratorium beratend zur Seite.

Die Finanzierung der Organisation erfolgt aus privaten Spenden und öffentlichen Zuschüssen z.B. von der EU oder der Bundesregierung. Im Jahr 2009 standen der Welthungerhilfe insgesamt 143,5 Millionen Euro zur Verfügung. 31,9 Millionen stammen aus Spenden. Der Rest verteilt sich auf öffentliche Gelder u.a. des Welternährungsprogramms (WFP), der Europäischen Kommisson und des Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ).

Weitere Informationen zur Welthungerhilfe finden Sie auch direkt auf der Homepage der Welthungerhilfe.

Bild: Welthungerhilfe

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