World Vision: Hungernde Kinder brauchen Visionäre und innovative Ideen

Friedrichsdorf | am 07.10.2011 - 09:13 Uhr | Aufrufe: 259

Heute morgen wurde die Welt mit der Nachricht vom Tode des Apple-Mitbegründers Steve Jobs aufgeschreckt. Jobs war einer der großen Visionäre, die die Technik-Welt maßgeblich beeinflussten und veränderten. „Solche Visionäre brauchen wir auch, um den Hunger in der Welt zu beenden“, sagt Steffen Horstmeier, der für die internationale Kinderhilfsorganisation World Vision in der somalisch-äthiopischen Grenzregion die Hilfsmaßnahmen für die somalischen Flüchtlinge koordiniert hat.

World Vision - Zukunft für Kinder!„Das Schicksal der Kinder hier in Dolo und Dolo Ado ist zutiefst erschütternd und die Weltgemeinschaft darf nicht nachlassen in ihrer Aufmerksamkeit für die Hungerkatastrophe am Horn von Afrika.“ Nach neuesten Schätzungen sind zehntausende Kinder allein in Somalia akut vom Hungertod bedroht.

World Vision ist auf vielen Gebieten auch forschend tätig und setzt innovative Techniken ein, um Hunger und Not in der Welt zu überwinden. So wurden in mehreren Dürreregionen Afrikas neue Methoden der Wüstenbekämpfung erfolgreich durchgeführt. Die Methode des „Farmer Managed Natural Regeneration“ nutzt z.B. im Boden noch vorhandene Wurzeln und Triebe, um gezielt Bäume zu züchten und heranwachsen zu lassen. In der Folge haben sich in den Regionen, in denen diese Methode angewandt wurde, wieder neue Pflanzen angesiedelt, neue Nutzpflanzen konnten angebaut werden und auch viele Tiere kamen zurück.

Zur Lokalisierung von Hungersnöten und zur gezielten Versorgung notleidender Menschen werden neue Computertechniken und Satellitenkommunikationssysteme genutzt. Apps und mobile Informationssysteme via Handy werden angewandt, um Haushaltsdaten zu erfassen, Bauern über Marktpreise zu informieren, Schwangere und junge Mütter zu schulen oder Krankenpfleger über Behandlungsmethoden zu unterrichten.

In den Flüchtlingscamps am Horn von Afrika sollen demnächst 20.000 Solarlampen verteilt werden. Energieeffiziente Kochherde sollen die Abholzung der Wälder verhindern. Horstmeier: „Innovative Techniken helfen in vielen Bereichen der modernen Nothilfe und Entwicklungszusammenarbeit. So sind wir beispielsweise noch auf der Suche nach einem innovativen System für Solar-Kocher. Die derzeitigen Systeme werden von der Bevölkerung nicht angenommen, da sie nicht regulierbar sind.“

„Veränderung ist möglich, wenn der Wille da ist“, erklärt Horstmeier. Im Antsokia-Tal nördlich der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba hat World Vision beispielsweise während der Hungerkatastrophe in den 80er Jahren mit Nothilfe begonnen. Damals war das Tal eine Dürre-Region, in der nichts mehr wuchs. Heute ist die Region ein kleines Paradies. „Auch unsere Patinnen und Paten würde ich als Visionäre bezeichnen. Denn sie engagieren sich langfristig und helfen somit, eine nachhaltige Veränderung in Armutsregionen zu erreichen“, erklärt Horstmeier.

Quelle: World Vision

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