Beschlossen: Bereitschaftsdienste sollen auch mit Mindestlohn bezahlt werden

Die höchsten deutschen Arbeitsrichter haben sich aktuell mit der Frage beschäftigt, ob der Mindestlohn auch bei Bereitschaftszeiten gelten soll. Nun haben sie eine klare Antwort darauf: Ja!

Es sind gute Nachrichten für alle Arbeitnehmer, die im Bereitschaftsdienst tätig sind: Wie thueringen24.de berichtet hat das Bundesarbeitsgericht am Mittwoch in Erfurt festgelegt, dass die Stunden, in denen man auf den Einsatz wartet, ebenfalls mit dem Mindestlohn von 8,50 Euro pro Stunde vergütet werden müssen. Ein Rettungssanitäter aus Nordrhein-Westfalen sorgte hier für den Präzedenzfall.

Mindestlohn wird angehoben

Zudem wurden die Regel gesetzt, dass der Mindestlohn unabhängig davon gezahlt werden müsse, WO der Arbeitnehmer sich für seinen Dienst bereithalte, solange dieser Ort vorher mit dem Arbeitgeber vereinbart war. Das heißt, man muss sich nicht im Betrieb selbst aufhalten. Denn man dürfe nicht zwischen regulärer Arbeitszeit und Bereitschaftsstunden unterscheiden. Außerdem wurde angekündigt, dass der gesetzliche Mindestlohn in Deutschland Anfang 2017 auf 8,84 Euro pro Stunde angehoben werden soll.

Bild: retter.tv Symbolbild

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