Fluglärm: Ärger um Rettungshubschrauber Christoph 40

Augsburg | am 29.01.2016 - 09:32 Uhr | Aufrufe: 1105

Dicke Luft in bayerisch Schwaben: Vielen Anwohnern ist der ständige Fluglärm von Christoph 40 zu laut. Wie könnte eine Lösung aussehen?

Im schwäbischen Augsburg und der Nachbarstadt Neusäß herrscht dicke Luft. Der Grund: Den Anwohnern geht laut Augsburger Allgemeine der permanente Fluglärm des ansässigen Rettungshubschraubers auf den Keks. Viele Bürger fühlen sich vom Lärm in ihrer Lebensqualität eingeschränkt. Christoph 40 ist auf dem Augsburger Klinikum stationiert, welches künftig auch als Universitätsklinikum fungieren soll. Während einer Stadtratssitzung wurden nun die Beschwerden der Anwohner behandelt. Diese sind sich einig und wehren sich gegen den Lärm: Erstens gibt es viel mehr Flugbewegungen als vorher angekündigt und zweitens werden die 4 Einflugschneisen oft nicht eingehalten. Zudem komme der Helikopter oft ohne Patient zurück zur Basis.

Deutlich weniger Flüge als genehmigt

Die Verantwortlichen konnten daraufhin erste Unklarheiten stehen. Im Einsatz entscheidet letztendlich immer der Pilot wo er fliegt und wie er am schnellsten zum Einsatzort kommt. Die Zahl der Einsätze liegt mit 2264 An- und Abflügen deutlich unter den 5000 jährlich genehmigten Starts und Landungen. Ein weiterer Vorschlag welcher aus Reihen der Anwohner kam: Der Hubschrauber soll, insofern er keine Patienten an Board hat, am Augsburger Flughafen landen und nicht auf dem Dach des Krankenhaus. Von dort soll er dann zum nächsten Einsatz losfliegen. Eine weitere Maßnahme könnte laut Augsburger Allgemeine auch ein sogenannter Flüster-Hubschrauber sein, der ab 2020 in Serie geht. Die Betroffenen forderten, dass man sich frühzeitig nach solch einer Alternative umsieht.

Parteien wollen friedliche Lösung

Im Raum stand ebenfalls die Lärmschutzmaßnahmen noch einmal zu überprüfen. Laut Gutachter kann hier jedoch nicht mehr nachgebessert werden. Fest steht jedoch schon jetzt, dass die gesamte Anzahl an Flügen nicht reduziert werden kann. Immerhin handelt es sich stets um Notfälle. Die Anwohner wollen versuchen auch künftig das Problem friedlich und problemorientiert zu lösen.

Bild: retter.tv Symbolbild

 

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