Notrufmissbrauch: Nachbarin nervt, 112 soll helfen

Borgholzhausen | am 19.02.2016 - 09:51 Uhr | Aufrufe: 370

Vor dem Haller Amtsgericht wurde diese Woche über einen Einsatz verhandelt, der bei den Einsatzkräften wohl noch länger für Kopfschütteln sorgen wird.

Weil ein offensichtlicher Notrufmissbrauch in Borgolzhausen begangen wurde, landete der Sachverhalt nun vor dem Amtsgericht. Laut Anklage soll der Beschuldigte in einer Sommernacht einen Rettungswagen für seine Nachbarin bestellt haben. Der Aussage nach sei diese Betrunken gewesen und hätte ärztliche Hilfe benötigt. Dieser bitte sei der Angeklagte lediglich nachgekommen. Die Einsatzkräfte die in besagter Nacht vor Ort waren haben den Sachverhalt aber anders in Erinnerung.

„Nachbarin nervt“

Beim Eintreffen der Retter habe der Anrufer behauptet, dass sei Nachbarin „nerve würde“ und man sie doch gefälligst in eine „psychiatrische Klinik“ bringen soll. Nachdem die Beamten dies so vernommen hatten, riefen sie die Polizei hinzu. Da eine Klärung vor Gericht zunächst aussichtlos schien, wurde die Verhandlung nun unterbrochen. Zum nächsten Termin sollen nun auch die Beamten und die Nachbarin selbst geladen werden.

Bild: retter.tv Symbolbild

 

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