Die Ausbildung im gehobenen Dienst

Deutschland | am 13.06.2012 - 14:01 Uhr | Aufrufe: 229

Der Vorbereitungsdienst für die Laufbahn des gehobenen Polizeivollzugsdienstes (gPVD) in der Bundespolizei dauert drei Jahre. Er erfolgt im Rahmen eines Fachhochschulstudiums auf wissenschaftlicher Grundlage, wobei sich Fachstudien und Fachpraktika abwechseln. Der Ausbildungsbeginn ist jeweils im September eines Jahres. Mit der Einstellung erfolgt unter Berufung in das Beamtenverhältnis auf Widerruf die Ernennung zur Polizeikommissaranwärterin oder zum Polizeikommissaranwärter.

Gliederung des Vorbereitungsdienstes für den gehobenen Polizeivollzugsdienst

Gehobener Dienst_BundespolizeiEinführungspraktikum (in einer Aus- und Fortbildungseinrichtung der Bundespolizeiakademie [BPOLAK])  

  • Einstellung, Vereidigung
  • Vermittlung polizeifachlicher Grundkenntnisse
  • Sport
  • Informationspraktikum

Grundstudium (Studienabschnitt I) in Brühl an der Fachhochschule des Bundes (FH Bund)  

  • Rechts-, gesellschaftswissenschaftliche und bundespolizeispezifische Grundlagen
  • Zwischenprüfung

 
Praktikum I (in einer Aus- und Fortbildungseinrichtung der BPOLAK)

Polizeiliche Basisausbildung, u.a.:  

  • Einsatzlehre
  • Polizeitechnik
  • Sport
  • Bergausbildung


Hauptstudium (Studienabschnitt II) in Lübeck (FH Bund, FB BPOL)

  • Grundlagen der Polizeiführungswissenschaften
  • Aufgabenspezifische Vermittlung der Rechts- und Gesellschaftswissenschaften
  • Einsatztraining


Praktikum II (im Bereich einer Dienststelle der Bundespolizei)

  • Verwendung im Streifen- und Kontrolldienst
  • Gruppenleiter-/Gruppenführer-Vorbereitungslehrgang
  • Sport/Einsatztraining


Hauptstudium (Studienabschnitt III) in Lübeck (FH Bund, FB BPOL)

  • Aufgabenspezifische Vermittlung der Polizeiführungs-, Rechts- und Gesellschaftswissenschaften
  • Zwischenzeitlich: Diplomarbeit (6 Monate Bearbeitungszeit)


Praktikum III (im Bereich einer Dienststelle der Bundespolizei)

  • Verwendung als Gruppenleiter/Gruppenführer
  • Sport/Einsatztraining


Hauptstudium (Studienabschnitt IV) in Lübeck (FH Bund, FB BPOL)

  • Aufgabenspezifische Vermittlung der Polizeiführungs-, Rechts- und Gesellschaftswissenschaften
  • Training zum Ausbau der Führungskompetenz
  • Schriftliche Laufbahnprüfung


Praktikum IV (im Bereich einer Dienststelle der Bundespolizei)

  • Verwendung als Polizeiführer im polizeilichen Einzeldienst
  • Verwendung in Führungspositionen einer Hundertschaft
  • Sport


Hauptstudium (Studienabschnitt V) in Lübeck (FH Bund, FB BPOL)

  • Repetitorium
  • Mündliche Laufbahnprüfung


Eignungsverfahren:

Nach Prüfung Ihrer Bewerbungsunterlagen und dem Vorliegen der entsprechenden Voraussetzungen werden Sie nach dem Prinzip der Bestenauslese zu einem Eignungsauswahlverfahren (EAV) eingeladen. (Notwendige Fahrtkosten werden erstattet; kostenlose Unterkunft und Verpflegung gegen Bezahlung werden bereit gestellt.) Dauer: 2x2 Tage Ort: Aus- und Fortbildungseinrichtung der Bundespolizeiakademie (1. Teil) Bundespolizeiakademie in Lübeck (2. Teil).

Inhalte des EAV gPVD

1. Teil

 a) Schriftlicher Teil

– Feststellung der Intelligenzstruktur

– Feststellung der sozialen Kompetenz

– Feststellung der schriftlichen Ausdrucksfähigkeit, der Sprachrichtigkeit usw. im Rahmen eines Kurzaufsatzes

b) Polizeiärztliche Untersuchung auf Polizeidiensttauglichkeit

Wenn Sie im 1. Teil erfolgreich waren:

2. Teil

a) Feststellung der körperlichen Leistungsfähigkeit (Sporttest) in den Bereichen Kraft, Schnelligkeit, Ausdauer und Koordinierungsfähigkeit

b) Mündlicher Teil in Form eines Assessment-Centers (zz. Gruppendiskussion, Kurzvortrag und Vorstellungsgespräch [Interview]) zur Feststellung einer ganzheitlichen Eignung für den gehobenen Polizeivollzugsdienst

Karrierechancen

Die Beamtinnen und Beamten des gehobenen Polizeivollzugsdienstes in der Bundespolizei finden ihre Aufgabenfelder nach erfolgreichem Abschluss des Fachstudiums vorwiegend in Führungs-, Leitungs- und Sachbearbeitungsfunktionen der Einsatzabteilungen und in den einzelpolizeilichen Tätigkeitsbereichen. Eine Fortbildung für eine Spezialverwendung (Informations- und Kommunikationswesen, Kraftfahr- und Verkehrswesen, GSG 9 BPOL, Bundespolizei-Flugdienst usw.) ist bei Eignung und Bedarf ebenfalls möglich.

Bild: retter.tv Archivbild

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