Die Ausbildung im mittleren Polizeivollzugsdienst

Deutschland | am 13.06.2012 - 13:56 Uhr | Aufrufe: 265

Die Ausbildung für den mittleren Polizeivollzugdienst (mPVD) dauert zweieinhalb Jahre und wird in einem der Aus- und Fortbildungszentren der Bundespolizei absolviert. Einige Teile der Ausbildung werden als Praktika in verschiedenen Dienststellen der Bundespolizei durchgeführt. Mit der Einstellung erfolgt unter Berufung in das Beamtenverhältnis auf Widerruf die Ernennung zur Polizeimeisteranwärterin oder zum Polizeimeisteranwärter.

Ablauf:

Die Ausbildung im mittleren Polizeivollzugsdienst1. Ausbildungsabschnitt: 12 Monate Grundausbildung 

Zwischenprüfung

2. Ausbildungsabschnitt: 12 Monate weitere fachtheoretische und fachpraktische Ausbildung, davon 22 Wochen Einsatzpraktika in verschiedenen Dienststellen der Bundespolizei

3. Ausbildungsabschnitt: 6 Monate Laufbahnlehrgang

Laufbahnprüfung (Abschlussprüfung) 

Ausbildungsinhalte:

als Wissensvermittlung:

  • Staats- und Verfassungsrecht
  • Öffentliches Dienstrecht
  • Führungslehre
  • Psychologie
  • Verkehrslehre
  • Polizeidienstkunde
  • Kriminalistik
  • Deutsch 


als praktische Ausbildung:

  • Einsatzausbildung
  • Zwangsmitteleinsatz
  • Polizeitechnik
  • Erste Hilfe
  • Dienstsport
  • Verhaltenstraining


Eignungsverfahren:

Nach dem Einreichen ihrer Bewerbungsunterlagen und dem Vorliegen der entsprechenden Voraussetzungen, werden Sie nach dem Prinzip der Bestenauslese zu einem Eignungsauswahlverfahren (EAV) eingeladen. (Notwendige Fahrtkosten werden erstattet; kostenlose Unterkunft und Verpflegung gegen Bezahlung werden bereitgestellt.) Dauer: 2 Tage Ort: Aus- und Fortbildungseinrichtung der Bundespolizeiakademie.

Inhalte des EAV mPVD:

a) Schriftlicher Teil (u.a. Feststellung der Rechtschreibfähigkeit, Wortflüssigkeit, Konzentrationsfähigkeit, Englischkenntnisse und des Allgemeinwissens)  

b) Polizeiärztliche Untersuchung auf Polizeidiensttauglichkeit

c) Feststellung der körperlichen Leistungsfähigkeit (Sporttest) mit Feststellung von Kraft, Schnelligkeit, Ausdauer und Koordinierungsfähigkeit

d) Mündlicher Teil: Persönliches Vorstellungsgespräch zur Feststellung eines Gesamtbildes (u.a. Auftreten, Persönlichkeit, Berufsmotivation, staatsbürgerliche Grundkenntnisse)

Karierrechancen:

Nach erfolgreichem Abschluss der Ausbildung ist zunächst eine mehrjährige Verwendung in einer Bundespolizeiabteilung vorgesehen. Dort werden Sie mit den umfangreichen Aufgaben und Tätigkeiten der Bundespolizei im Rahmen einer Gruppe (ca. 8 PVB), eines Zuges (ca. 30 PVB) oder einer Hundertschaft (ca. 120 PVB) vertraut gemacht und eingesetzt. Dazu gehören u. a. Objektschutzaufgaben, Unterstützung der originär eingesetzten Kräfte für grenz- und bahnpolizeiliche Aufgaben sowie im Bereich der Luftsicherheit auf deutschen Flughäfen. Weiterhin können Sie zur Unterstützung der Polizeien der Länder eingesetzt werden. Spätere Verwendungsmöglichkeiten bestehen in den einzelpolizeilichen Tätigkeitsbereichen (Schichtdienst)

  • polizeiliche Überwachung der Grenzen 
  • Kontrolle des grenzüberschreitenden Verkehrs
  • bahnpolizeiliche Aufgaben
  • Schutz vor Angriffen auf die Sicherheit des Luftverkehrs auf deutschen Flughäfen 
  • bei Eignung und Bedarf – Fachausbildung und Einsatz in Spezialverwendungen (z.B. techn. Fachkraft, Kraftfahr- und Verkehrswesen, Information und Kommunikation

 

Bild: Bundespolizei

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