Die RETTmobil 2019: Treffpunkt der Rettungsbranche

Seit fast zwei Jahrzehnten findet die RETTmobil Messe in Fulda statt. Alte und neue Gesichter, alte und neue Herausforderungen: Auch 2019 ist das Thema nicht weniger als die Zukunft der Rettungsbranche. Dieses Jahr öffnet die internationale Leitmesse für Rettung und Mobilität vom 15. bis 17. Mai ihre Pforten.

Sie helfen da, wo andere wegschauen. Männer und Frauen, die haupt- oder ehrenamtlich im Rettungsdienst aktiv sind, sind die Helden des Alltags. Sie leisten Tag für Tag anstrengende und anspruchsvolle Arbeit. Und sie machen vor allem eines: Sie retten Leben. Die RETTmobil in Fulda ist quasi das Familientreffen in der Rettungsbranche. Die Fachmesse, die einmal jährlich und bereits zum 19. Mal stattfindet, bietet die optimale Gelegenheit, sich unter Gleichgesinnten über die neusten technischen Updates und Know-how im Rettungsdienst auszutauschen.

Wiedersehen macht Freude

Georg Khevenhüller, Präsident des Malteser Hilfsdienstes und Schirmherr der diesjährigen RETTmobil, weiß aber, dass es nicht nur um das Fachliche geht. Wie beim großen Familientreffen ist es schön, alte Bekannte wiederzutreffen. „Die Leute, die im Rettungsdienst tätig sind, nutzen die RETTmobil, um sich fachlich auf den neuesten Stand zu bringen und auszutauschen, um neue Bekanntschaften zu knüpfen und alte Freunde zu treffen“, sagt Georg Khevenhüller. Die Internationale Fachmesse entwickelte sich zum wichtigsten Treffpunkt und Austausch-Plattform für engagierte Helfer in allen Bereichen der Rettungsbranche weltweit.

Zahlen schießen nach oben

Die RETTmobil ist der Erfolgsschlager, der sich seit fast 20 Jahren bewährt. Lässt man alleine die Zahlen sprechen, erkennt man die große Beliebtheit der Messe. Die Besucher- und Ausstellerzahlen wachsen stetig, so dass auch heuer wieder rund 30.000 Fachbesucher erwartet werden. Die 70.000 Quadratmeter der Ausstellungsfläche bieten dabei genügend Raum für den sozialen und fachlichen Austausch. Über 500 Aussteller aus 20 Nationen präsentieren ihre Erzeugnisse auf dem Messegelände der Fulda Galerie. Die Veranstalter sind die Messe Fulda GmbH in Zusammenarbeit mit der Interessengemeinschaft der Hersteller von Kranken- und Rettungsfahrzeugen (IKR). Der Offroad-Parcours auf dem Freigelände ist mitunter ein spektakuläres Highlight, weshalb die Messe schon Wochen vorher ausgebucht ist. Auf einer anspruchsvollen Strecke kann man hier ein nicht ganz schwindelfreies Fahrtraining absolvieren, bei dem es schon einmal passieren kann, dass der Schlamm bis an die Scheiben spritzt. Da macht der Messebesuch auch bei schlechtem Wetter Spaß!

Spannende Szenarien hautnah erleben

Fachmesse, Fortbildung und Mobilität stellen die Säulen der Messe dar. Qualität kam als vierte Säule dazu. Zur RETTmobil gäbe es keine vergleichbare Messe und sie werde in diesem Jahr alle Rekorde brechen, prognostiziert Manfred Hommel, Vorsitzender des IKR e.V. Außerdem: Fahrzeug-Fans aufgepasst! Die neuesten Kranken- und Rettungsfahrzeuge namhafter Hersteller können die Besucher, vor allem in den Hallen 1 bis 7, hautnah und eindrucksvoll erleben. Auch die Feuerwehr Fulda, Partner der Messe präsentiert die neuesten Fahrzeuge, beispielsweise ein Wechselladerfahrzeug mit einem Abrollbehälter für Löschwasser vor. Die Feuerwehr der Gastgeberstadt präsentiert zudem verschiedene Vorführungen mit Szenarien aus dem Alltag. Hier wird etwa das Befreien aus Zwangslagen mit modernen Rettungsgeräten oder durch Anheben von Lasten, der Einsatz von Leckdichtkissen oder die Kommunikation der Einsatzkräfte untereinander durch Funkatemschutzmasken nachgestellt.

Nicht zusehen, mitmachen!

Bei den Live-Action-Vorführungen und Übungen können sich Helfer mit den herausfordernden Situationen identifizieren und auch neue, modernste Praktiken dazulernen. Der Mitmach-Charakter macht die RETTmobil für Besucher aller Altersstufen attraktiv. Neben dem Schwerpunkt Mobilität steht auch die Fortbildung im Vordergrund. In zahlreichen Workshops des Fachprogramms "Aus der Praxis für die Praxis", geleitet von Prof. Dr. Peter Sefrin, können die Besucher aktiv üben und ihr Wissensspektrum erweitern. Wer einfach nur durchschlendern und sich von den aktuellen Erzeugnissen der Hersteller begeistern lassen möchte, kann dies natürlich auch tun. Renommierte Aussteller präsentieren branchenübergreifend Produkte aus den Bereichen Notfallmedizin, Bekleidung, Funktechnik, Bundeswehr und vielen mehr.

Neue Herausforderungen

Networking ist bekanntlich das A und O. Die RETTmobil stellt eine einzigartige Vernetzungsplattform dar. Man kann neue und alte Freunde treffen sowie neue Impulse und Inspiration gewinnen. In der vermehrt von Unsicherheiten und Unberechenbarkeit – nicht zuletzt aufgrund von Terrorgefahr oder Amokläufen – geprägten Welt werden Aufgaben für Sicherheits- und Rettungsdienste immer komplexer und anspruchsvoller. Hier heißt es für die Fachkräfte, mit den breiteren Herausforderungen mitzuwachsen.

Gemeinsam anpacken

Aus diesem Grund sind der Zusammenhalt und neuer Input enorm wichtig - mit Erfolg. „Das deutsche Rettungssystem aus Haupt- und Ehrenamt hat sich auch im vergangenen Jahr wieder hervorragend bewährt, sowohl bei den Wald- und Flächenbränden als auch beim Schneechaos in Bayern“, erklärt Jörg   Wackerhahn, Sprecher der Arbeitsgemeinschaft der Feuerwehren im Rettungsdienst (AG FReDi). "Bei aller Technik und Digitalisierung braucht man kompetente, zupackende Leute", sagt Schirmherr Georg Khevenmüller. So fühlt man sich auf Notsituationen wie Unfälle, Naturkatastrophen oder Verbrechen noch besser vorbereitet. Auch dieses Jahr wird es auf der RETTmobil wieder spannend! Alle die in Rettungsorganisationen tätig sind oder beruflich nach einer neuen Herausforderung suchen, sollten sich die führende Großveranstaltung im Rettungsdienst nicht entgehen lassen. Hochinformative und praxisnahe Ausstellungen machen sie zum Innovationszentrum und unvergesslichen Erlebnis!

Bild und Text: retter.tv

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