Jugend ist Feuer und Flamme für die Feuerwehr

Schwabmünchen (Landkreis Augsburg) | am 19.08.2009 - 08:29 Uhr | Aufrufe: 262

Immer mehr junge Leute wollen Einsatz zeigen – so wie in Schwabmünchen
Nachwuchsprobleme sehen anders aus: Immer mehr junge Leute wollen Einsatz zeigen – so wie in Schwabmünchen

Ehrenamtlicher Einsatz

Wenn Kilian Seiler groß ist, will er unbedingt Feuerwehrmann werden. Das weiß der Sechsjährige schon jetzt. „Weil die mit Blaulicht über Rot fahren dürfen und anderen helfen“, erklärt er. Seinen Traumberuf, den kann der kleine Schwabmünchner in Zukunft sogar lernen: Seit diesem Monat ist Werksfeuerwehrmann ein anerkannter Ausbildungsberuf.

Begeisterte FeuerwehrjugendDoch die Freiwillige Feuerwehr war auch bislang beliebt. 7770 Feuerwehrleute sind allein im Landkreis Augsburg aktiv, davon 500 Frauen, sagt Georg Anzenhofer. Der Kreisbrandrat und oberste Feuerwehrmann im Augsburger Land ist stolz darauf, dass zu dieser Zahl immer mehr Jugendliche dazukommen – Buben und Mädchen.

Viel Zulauf

Viele junge Menschen interessieren sich für die ehrenamtliche Arbeit. Die Feuerwehr in Schwabmünchen ist so ein Beispiel. „Wir haben viel Zulauf“, sagt Stefan Missenhardt. Seit zwei Jahren ist der 22-Jährige Jugendwart. In seiner Freizeit betreut er 25 Jugendliche zwischen zwölf und 18 Jahren. Für den Nachwuchs legt er sich kräftig ins Zeug: Er plant das Ausbildungsprogramm, organisiert Zeltlager und probt den Ernstfall in der Praxis – Nervenkitzel inklusive. Das kommt an: „Weil immer mehr Jugendliche mitmachen wollen, müssen wir unsere beiden Jugendgruppen sogar neu aufteilen, damit alle unterkommen“, sagt Missenhardt.

Das war nicht immer so. Früher gab es keine organisierte Nachwuchsarbeit bei der Feuerwehr Schwabmünchen. Dann aber haben die Verantwortlichen gemerkt, wenn die Jungen älter werden, sind sie in ihrer Freizeit meist verplant. Sie dann noch für ehrenamtliche Arbeit zu begeistern, ist schwer.

Faszinierend

Seit 1993 gibt es in Schwabmünchen deshalb die Jugendfeuerwehr. Und seitdem das Eintrittsalter auf zwölf heruntergesetzt wurde, können sich die Feuerwehrler vor Jugendlichen kaum retten. „Unser Geheimnis ist, dass wir den Jugendlichen Verantwortung geben“, sagt Kommandant Hubert Prechtl. Dazu kommen Faszination für Technik, Freundschaften und das Wissen, gemeinsam etwas bewegen zu können. „Wenn Jugendliche Möglichkeiten haben, dann engagieren sie sich auch.

Stefan Missenhardt bleibt bescheiden: „Die Feuerwehr war schon immer mein Ding“, sagt der gelernte Verwaltungsfachangestellte. Seit zehn Jahren ist er begeisterter Feuerwehrmann. Für ihn ein Privileg: „Wir kommen, wenn kein anderer weiter weiß – und helfen.“ flora

Jeden zweiten Montag übt die Jugend von 19 bis 21 Uhr auf dem Gelände an der Krumbacher Straße in Schwabmünchen.

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