2002: Hochwasser an der Elbe - Größter Einsatz in der Geschichte des THW

Augsburg | am 06.05.2011 - 15:22 Uhr | Aufrufe: 2340

Das „Jahrhunderthochwasser“ an der Elbe im Jahr 2002 war für alle Hilfsorganisationen eine große Herausforderung. Auch ein Team aus dem Ortsverband Augsburg war beteiligt und erlebte sowohl die Auswirkungen der Katastrophe als auch die Hilfsbereitschaft der Bevölkerung und die gute Zusammenarbeit aller Helfer.

THW Hochwasser an der Elbe 2002

43 Bilder
Der THW-Ortsverband Augsburg stellte ein aus zwanzig freiwiligen Helfern bestehendes Team bereit, das am Montag, dem 19. August 2002, morgens um drei Uhr alarmiert wurde. Mit schwerem Gerät und Spezialausstattung ging es in Richtung Sachsen-Anhalt zum Bereitstellungsraum Stendal.

Das zu bewältigende Aufgabenspektrum in den Bereichen Magdeburg, Randau und Herrenkrug war breit gefächert. Beginnend vom Auspumpen eines Freizeitcenters, weiter zur Überwachung, Verteidigung und Erhöhung von Deichen, über die Beseitigung von Treibgut und das Füllen von Sandsäcken bis hin zu Transportaufgaben mit dem Kipper-Lkw bei Pirna waren die Aufgaben ebenso vielseitig wie anspruchsvoll. Wege mussten planiert werden, Bäume wurden gefällt, Einsatzstellen ausgeleuchtet und natürlich das Grundwasser durch Pumpeneinsatz abgesenkt. Dazu gehörte auch die jeweilige Abschnittsleitung der Einsätze.

Die Zusammenarbeit mit der Berufsfeuerwehr Magdeburg, der Bundeswehr, der THW Hochwasser an der Elbe 2002_THW Hochwasser a... (ID: 38290)Freiwilligen Feuerwehr Randau, der Polizei sowie anderen Hilfsorganisationen war vorbildlich und ermöglichte so die Bewältigung dieses bis dahin einzigartigen Einsatzes. Sogar in ihrer großen Not ließen es sich die betroffenen Anwohner nicht nehmen, uns ihren Dank zu zeigen und versorgten uns u.a. mit selbstgebackenem Kuchen und Kaffee. Diese Gesten halfen, die Strapazen wie zu wenig Schlaf oder große Hitze zu ertragen.

Nach über einer Woche Dauereinsatz kamen alle wieder gesund in Augsburg an und wurden herzlich empfangen.

Gemeinsam mit insgesamt etwa 24000 Helfern aus dem gesamten Bundesgebiet konnte vielfach das Leid der Betroffenen gelindert und auch weiteres Unheil abgewehrt werden, was nicht zuletzt auf die hervorragende Zusammenarbeit aller Hilfsdienste zurückzuführen war.

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