60 Jahre Hilfe in allen Lagen: Die Geschichte des THW-Ortsverbandes Augsburg

Augsburg | am 05.05.2011 - 08:00 Uhr | Aufrufe: 3509

Von der „Technischen Nothilfe“ zum THW und von der Baracke zum Katastrophenschutzzentrum: Sechs Jahrzehnte Engagement im Dienst am Mitmenschen.

THW-1954 Hochwasserkatastrophe Isar

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Katastrophen wie Erdbeben, Vulkanausbrüche, Orkane, Sturmfluten, Überschwemmungen, Brände, Gasexplosionen, Grubenunglücke sind nicht vorhersehbar, auch wenn sich die Wissenschaft in letzter Zeit verstärkt darum bemüht, Gesetzmäßigkeiten von Naturkatastrophen zu erforschen. Seit jeher waren die Menschen bestrebt, sich vor solchen außergewöhnlichen Gefahren und Ausnahme-Notlagen zu schützen. Daher kam die Idee, die Menschen mit Hilfe der Technik zu schützen.

Die Anfänge

Der Vorläufer "Technische Nothilfe" entsteht

Im Jahre 1919 war es der ehemalige Pionieroffizier Otto Lummitzsch, der Freiwillige mit technischen Kenntnissen für seine Idee gewinnen konnte, die Technik stärker für den Schutz der Menschen bei Katastrophen und größeren Unglücken einzusetzen. Am 30. September 1919 gründete er die Organisation „Technische Nothilfe“. Sie hatte die Aufgabe, bei Katastrophen, großen Unglücksfällen und öffentlichen Notständen, bei denen die lebenswichtige Versorgung der Bevölkerung betroffen war, technische Hilfe zu leisten.

Die humanitäre Idee war von Anfang an die geistige Grundlage für die Arbeit dieser Organisation. Sie machte in der Frage der Zugehörigkeit keine politischen, religiösen oder sonstige Unterschiede. Die „Technische Nothilfe“ wurde in vielen Fällen von höherer Gewalt eingesetzt.

Auch in der Kriegszeit aktiv

Besonders wertvoll war ihre Hilfeleistung bei den Hochwasserkatastrophen der THW Augsburg Geschichte_THW Augsburg 1957_Spreng... (ID: 38140)Jahre 1925 und 1926. Als politisch neutrale Institution setzte die „Technische Nothilfe“ entsprechend ihren Grundsätzen auch nach der Machtergreifung durch die Nationalsozialisten ihre Tätigkeit fort. Jedoch wurde Otto Lummitzsch aus „rassistischen“ Gründen abgelöst. Während des Zweiten Weltkrieges kamen die Nothelfer im zivilen Luftschutz, im Bergungs- und lnstandsetzungsdienst zum Einsatz.

Auflösung der "Technischen Nothilfe" - Auftrag zum Katastrophenschutz

Bei Kriegsende wurde die „Technische Nothilfe“ als Organisation aufgelöst. Am 22. August 1950 gab der damalige Bundesminister des lnnern, Dr. Gustav Heinemann, Otto Lummitzsch den Auftrag, aus freiwilligen Helfern eine Organisation für den technischen Katastrophenschutz aufzustellen.

1950: Das Technische Hilfswerk wird geboren

Mit der Gründung eines THW-Ortsverbandes waren die Augsburger recht schnell. Während die Bundesanstalt in ihrer heutigen Form aus dem Jahre 1953 stammt, besteht der Ortsverband Augsburg schon seit dem 20. November 1951. Die Namen der ersten Helfer des Ortsverbandes Augsburg sind überliefert. Es waren Michael Bauer, Moritz Adam, Alfred Hofmann, Johannes Haugg und Donat Müller.

Als Grundausstattung an Geräten wird von zehn Schaufeln, zwei Vorschlaghämmern und einer Schubkarre berichtet, die im Gerätelager einer damaligen Bauhütte der Firma Hajek an der Derchinger Straße untergebracht waren.

Die Ausbildung beginnt

Als Ausbildungslokal diente eine alte Baracke, die für die Lehrlingsschulung der Bauinnung Augsburg errichtet worden war. Für die Arbeitskleidung mussten die Helfer selber aufkommen. Der Transport von Geräten und Personal erfolgte mit geliehenen LKW verschiedener Firmen.

Als erster Ortsbeauftragter war Dipl.-Ing. Glatt, damals Dozent an der BauschuleTHW Augsburg Geschichte_THW Augsburg 1550er_Kami... (ID: 38134) Augsburg, vorgesehen. Er war weit über die Grenzen Augsburgs hinaus bekannt. Doch aus gesundheitlichen Gründen konnte er das Amt nicht ausüben. So wurde dieses an den pensionierten Oberbaurat Hans Adam, vormals Leiter des städtischen Hochbauamtes, übergeben. Die Funktion des ersten Geschäftsführers hatte Michael Bauer, der bereits in der „Technischen Nothilfe“ gedient hatte, inne.

Einen großen Zuwachs an Helfern erhielt der Ortsverband bei der Hochwasserkatastrophe in Holland im Jahr 1952. Über 100 Helfer fanden sich, zum Teil bereits reisefertig, für diesen ersten Auslandseinsatz des THW ein. Diese Begeisterung entsprang wohl in erster Linie der isolierten und geächteten Lage Deutschlands in der unmittelbaren Nachkriegszeit. Obwohl ein Einsatz des Ortsverbandes Augsburg dann nicht zustande kam, blieben viele Helfer dem THW und seiner Zielsetzung der humanitären Hilfeleistung erhalten.

Die erste Sprengung

1953 wurde die erste THW-Sprengung nach dem Kriege durchgeführt, die von der Presse stark publiziert wurde und so einen weiteren Mitgliederzuwachs bewirkte. Darunter war auch der spätere THW-Sprengmeister Gottlieb Lutz, unter dessen Leitung in den folgenden Jahren eine Reihe von Sprengungen durchgeführt wurde.

 THW Augsburg Geschichte_THW Augsburg 1550er_Kami... (ID: 38130)THW Augsburg Geschichte_THW Augsburg 1550er_Kami... (ID: 38131)THW Augsburg Geschichte_THW Augsburg 1550er_Kami... (ID: 38132)

 Inzwischen wurde auch die Arbeitskleidung vom Bund zugeteilt. Mit der Zeit stieg die Anzahl der Helfer stetig an und so wurde die Baracke für den Ortsverband allmählich zu klein. Auf Antrag stellte die Stadt Augsburg 1954 zwei ca. 30 Quadratmeter große Räume im ehemaligen Heim der „Technischen Nothilfe“ in der Holzbachstraße (heute bekannt als „Fischer-Stuben“) zur Verfügung. Zuvor hatten die Räumlichkeiten seit 1945 als Obdachlosenunterkunft gedient.

Wechsel der Unterkunft

Mit eigenen Mitteln und dank der Genehmigung der Stadt Augsburg bauten die THW-Helfer in sieben Monaten die Unterkunft aus und verlegten die Geräte und Bekleidung von der Derchinger Straße in die Holzbachstraße. So entstanden an der Ostseite des Gebäudes ein Werkstattraum sowie ein Geräteschuppen für Übungsholz und für die dem Ortsverband inzwischen zugeteilten technischen Mittel. In dieser Zeit wurde die Ausbildung hauptsächlich am Samstag Nachmittag durchgeführt. Ebenso erfolgte 1954 ein Wechsel in den Ämtern des Geschäftsführers und des Ortsbeauftragten: Für den bisherigen Geschäftsführer Michael Bauer kam Ernst Schnalke und für Oberbaurat Hans Adam übernahm Donat Müller das Amt.

lm Jahre 1955 konnte der Ortsverband aufgrund einer größeren Werbeaktion etwa 40 neue Helfer aus dem kath. Lehrlingsheim St. Georg gewinnen.

THW-Historie-1958_Internationale-Balonwettfahrt (ID: 40353)1956 wurden dem THW ehemalige Räume der Zentralmolkerei in der Depotstraße zur Verfügung gestellt, die nun als Unterkunft dienten. Neben Unterrichts- und Büroräumen war dort auch eine Garage für das damals einzige Fahrzeug, einen Gerätekraftwagen, vorhanden. Aufgrund der verbesserten Raumverhältnisse konnte die Ausbildung nun auch im Winter durchgeführt werden. Auch die Unterbringung von Geräten und Kleidung konnte damit wesentlich großzügiger und übersichtlicher gestaltet werden.

Ende des Jahres ging Donat Müller zur Bundeswehr und Stadtrat Benedikt Kern übernahm das Amt des Ortbeauftragten. Nach nur 2 Jahren schied Donat Müller aus familiären Gründen aus der Bundeswehr aus und übernahm wieder die Leitung des THW. In dieser Zeit überließ die Stadt Augsburg dem THW das gesamte Gebäude an der Holzbachstraße, da es als Obdachlosenheim nicht mehr benötigt wurde. Das Finanzbauamt renovierte das Haus mit einem Aufwand von etwa 30 000 DM, woraufhin es das THW im Jahre 1961 endgültig beziehen konnte.

Neue Aufgaben für das THW

1964 wurde die zweite Hauptaufgabe des THW neben den technischen Diensten, die Errichtung von Bergungseinheiten für den zivilen Bevölkerungsschutz, forciert. Auch in Augsburg wurde eine Bergungsbereitschaft aufgestellt. Der erste Bereitschaftsführer war Helmut Gall.
THW-Historie-1972_Olympiajugendlager (ID: 40354)
Im Hinblick auf die Gerätezuweisung bewirkte dies einerseits einen großen Vorteil, anderseits kam es aber zu Engpässen in der personellen Versorgung des technischen Dienstes. In den folgenden Jahren wurde die Bergungsbereitschaft in der Depotstraße untergebracht, die technischen Dienste blieben in der Holzbachstraße. Dort wurden weiterhin Kameradschaftsabende sowie Faschingsveranstaltungen abgehalten. Hinzu kamen zusätzliche Garagen im Siebentischwald in der Nähe des Zoos.

Internationale Einsätze

Neben den in Augsburg stattfindenden Übungen und Hilfeleistungen, wie zum Beispiel beim Internationalen Ballonwettbewerb im Rosenaustadion oder bei den Deutschen Meisterschaften im Kanu- Slalom am Hochablass, kam es auch zu einigen internationalen Einsätzen, bei denen der Ortsverband Augsburg mitwirkte, wie in S1977_Großübung_Schwaben_Brückenschlag_über_die D... (ID: 40358)kopje (Mazedonien) und Banja Luka (Bosnien und Herzegowina).

Als Geschäftsführer Ernst Schnalke am 31.08.1966 in den Ruhestand trat, übernahm Gerhard Jochum dessen Amt bis November 1969. Sein Nachfolger wurde Wilhelm Nittmann, der bis Ende des Jahres noch in Donauwörth tätig gewesen war und zum 01.01.1970 nach Augsburg versetzt wurde.

Im Jahr 1976, 25 Jahre nach der Gründung, hatte der Ortsverband Augsburg 275 aktive Helfer. Der Wert von technischem Gerät, Fahrzeugen, Bekleidung und sonstiger Ausstattung betrug rund 1,6 Millionen D-Mark.

Wieder ein neues Heim

 

THW Augsburg Geschichte_THW 1985 Eismassen lösen... (ID: 38109)Am 26.7. 1980 wurde in der Depotstr.11 in Göggingen das Katastrophenschutzzentrum der Stadt Augsburg feierlich eingeweiht. Für sechs Hilfsorganisationen – das Technische Hilfswerk (THW), das Rote Kreuz, den Malteser-Hilfsdienst, den Arbeiter-Samariter-Bund, die Johanniter-Unfallhilfe und die Freiwillige Feuerwehr Göggingen – wurde es zu einem neuen Heim. Hinzu kamen noch Regieeinheiten der Stadt aus den Bereichen Fernmeldewesen und Brandschutz. Das Zentrum besteht aus zwei Hallen für Fahrzeuge und einem Unterkunfts-, Verwaltungs- und Lehrsaalgebäude. Im Keller wurde sogar ein Schutzraum für 100 Menschen eingerichtet.

Am 01.05.1984 gab es einen erneuten Wechsel in der Ortsverbandsführung. Norbert Rother übernahm das Amt des Ortsbeauftragten. Der langjährige Geschäftsführer Wilhelm Nittmann ging im Jahr 1986 in den verdienten Ruhestand. Ihm folgte Manfred Mayr, der nach dem Ausscheiden von Norbert Rother in der Zeit vom 01.01.1988 bis zum 31.03.1989 auch das Amt des 60 Jahre THW 1985_Bundeswettkampf_München (ID: 40360)Ortsbeauftragten kommissarisch übernahm. Auf ihn folgte Reiner Janota, der die Funktion des Ortsbeauftragten aus gesundheitlichen Gründen bereits am 30.04.1991 wieder abgeben musste. Dessen Stellvertreter Olaf Müller leitete die Geschicke des Ortsverbandes bis zur Bestellung eines neuen Ortsbeauftragten. Dieser wurde am 01.04.1992 mit Gerhard Grießer gefunden, der sein Amt auf den Tag genau zehn Jahre lang ausübte.

Bedeutende Einsätze in den Neunzigern

In den Neunziger Jahren waren viele bedeutende Einsätze zu verzeichnen. Es begann im Februar 1990 mit den Orkanstürmen „Vivian“ und „Wiebke“, die uns noch bis weit ins nächste Jahr hinein mit Aufräumarbeiten in den Wäldern beschäftigten. Drei Gasexplosionen fielen ebenso in diese Dekade wie das sogenannte „Pfingsthochwasser“, das Augsburg im Jahr 1999 heimsuchte und große Teile des Stadtgebietes überflutete. Die Neunziger Jahre waren für uns aber auch noch in anderer Hinsicht von Bedeutung.

THW Augsburg Geschichte_THW 1991_Gasexplosion in... (ID: 38117)Mit dem Zusammenbruch der Sowjetunion und dem Ende des Kalten Krieges kam es auch im Bereich des Zivilschutzes zu erheblichen Veränderungen. Die Stadt Augsburg löste Anfang der Neunziger Jahre ihre Regieeinheiten auf und der Malteser-Hilfsdienst stellte die beiden ABC-Züge außer Dienst. Auch sah die Stadt Augsburg keine Notwendigkeit mehr, das Katastrophenschutzzentrum in der Depotstraße 11 weiter zu betreiben. In der Folge ging die Liegenschaft in das Eigentum des THW über. Wir hatten erstmals reichlich Platz für die damals vorhandenen fünf Bergungszüge – einer davon mit zusätzlicher Bergungsräumgruppe – sowie den Instandsetzungszug.

Globalisierung bringt Wandel

Die globale Entspannung ging auch am THW nicht spurlos vorüber. Die bisherigen Kernaufgaben im Bereich Zivilschutz waren weggefallen. 1994 wurde deshalb vom damaligen Bundesinnenminister Manfred Kanther eine grundlegende Reform in Gang gesetzt. Ziel war es, das THW für die neuen Herausforderungen fit zu machen, Strukturen zu verschlanken und die Mehraufwendungen, die sich durch den Aufbau des THW in den neuen Ländern ergaben, in einem überschaubaren Rahmen zu halten. Die Basiseinheit des THW bildete fortan der Technische Zug, dem eine oder mehrere Fachgruppen angegliedert sind. Die Zuordnung der Fachgruppen orientiert sich am Bedarf des jeweiligen Geschäftsführerbereichs. Für Augsburg hatte dies zur Folge, dass aus den zuletzt vorhandenen vier Bergungszügen zwei Technische Züge gebildet wurden, wovon einem eine Fachgruppe Räumen angegliedert wurde. Der Instandsetzungszug wurde aufgelöst. Mit Teilen des vorhandenen Materials und der Helfer wurde eine Fachgruppe Infrastruktur gebildet und dem anderen Technischen Zug angegliedert.

Organisatorische Umstrukturierungen

THW Augsburg Geschichte_THW 1992_Zugunglück (3).... (ID: 38122)Für uns fand die Reform im Jahre 1996 ihr Ende mit der Auflösung des Geschäftsführerbereichs Augsburg, genauer gesagt des GfB Mittelschwaben. Die Ortsverbände Augsburg, Schwabmünchen und Friedberg wurden dem Geschäftsführerbereich München unter der Leitung von Walter Mayr zugeschlagen. Der bisherige Geschäftsführer Manfred Mayr wurde in die Geschäftsstelle Kempten versetzt.

Mit Hochwasser ins neue Jahrhundert

Die erste Dekade des neuen Jahrhunderts war von Hochwasserereignissen geprägt. Nach dem verheerenden Pfingsthochwasser im Jahre 1999 kratzte der Pegel der Wertach im August und im September 2000 bereits wieder an der Marke der Meldestufe 3. Das THW war zur Deichverteidigung im Einsatz.

Im August 2002 wurde die Meldestufe 3 sogar deutlich überschritten. Das THW verlegte Sandsacksperren und wurde zur Deichverteidigung sowie zu Pumparbeiten eingesetzt. Gleichzeitig nahmen die Überschwemmungen entlang der Elbe immer bedrohlichere Formen an. Im gleichen Monat wurde der Ortsverband zu seinem bisher größten überregionalen Einsatz gerufen. Ein Technischer Zug wurde in das Hochwassergebiet an der Elbe verlegt und dort über einen Zeitraum von zwei Wochen zur Deichverteidigung und zu Aufräumarbeiten eingesetzt.

August 2005, Hochwassereinsatz an Lech und Wertach: Die Fundamente der in Bau befindlichen Autobahnbrücke über den Lech waren teilweise unterspült. Die Brücke drohte in den Fluss zu stürzen. Das THW wurde zur Deichverteidigung eingesetzt. Die Isar drohte in Moosburg über die Ufer zu treten, weil sich an einem Wehr Treibholz aufstaute. Die erst in diesem Jahr geschaffene Fachgruppe Sprengen wurde nach Moosburg gerufen. Durch mehrere Sprengungen gelang es, den Stau aufzulösen. Eine Überschwemmung konnte im letzten Moment verhindert werden.

Anfang März 2006 versank Augsburg innerhalb weniger Stunden unter rund einem halben Meter Schnee. Das THW räumte Dächer. Auf den Schneefall folgte plötzliches Tauwetter, das zu einem Erdrutsch im Bereich der Autobahn A 8 führte. Das THW war im Räumeinsatz.

Veränderungen im Verband

Geschäftsführer Walter Mayr ging 2002 in den Ruhestand. Ihm folgte Siegfried Schymalla, der das Amt bis zu seinem Wechsel in den Landesverband im Herbst 60 Jahre THW 2009_Brandeinsatz (ID: 40361)2007 ausgeübt hat. Derzeit wird der Geschäftsführerbereich München von Walter Huber geleitet. Auch in der Ortsverbandsführung gab es Veränderungen. Auf Gerhard Grießer folgte ab dem 01.04.2002 Peter Fäustlin, der die Geschicke des Ortsverbands bis zum 30.04.2009 leitete. Seit dem 01.05.2009 hat Wolfgang Meßmer dieses Amt inne.

Sanierung der Gebäude

30 Jahre nach Bezug unserer Unterkunft wurden die Spuren unübersehbar, die der „Zahn der Zeit“ an den Gebäuden zurückgelassen hatte. Die Tragfähigkeit der Dächer der beiden Fahrzeughallen hatte stark gelitten, sodass sie bei Schnee als einsturzgefährdet eingestuft wurden. Schnelles Handeln seitens der Bundesanstalt für Immobilienangelegenheiten, die mittlerweile Eigentümerin unserer Liegenschaft ist, war geboten. 2010 begannen die Sanierungsarbeiten. Die Garagendächer sind mittlerweile stabilisiert. In der Unterkunft wurden die Warm- und Kaltwasserleitungen ausgetauscht, neue Sanitäranlagen gebaut, Räume und Flure renoviert, die Atemschutzwerkstätte lüftungstechnisch auf den neuesten Stand gebracht und der Kamin saniert. Im Rahmen der Arbeiten wurden auch optimale Umkleideräume mit Sanitärräumen für unsere Helferinnen errichtet. Frauen beim THW waren beim Bau der Unterkunft Ende der 70er Jahre noch kein Thema gewesen. Entsprechend stiefmütterlich und beengt war bis dahin auch die Unterbringung. Derzeit laufen noch letzte Schönheitsreparaturen in der Unterkunft, die bis zu unserer Jubiläumsfeier abgeschlossen sein werden.

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